Ehrenamtliche Mitarbeiter vom "Lebens-Mittel-Punkt" haben Masken hergestellt. Ihr Verkauf deckt die laufenden Kosten der Bedürftigenversorgung.
Über die diesjährigen Osterfeiertage sind die ehrenamtlichen Mitarbeiter im "Lebens-Mittel-Punkt" besonders aktiv. Um diese regionale Ausgabestelle für Bedürftige weiter am Laufen zu halten, fertigen sie jetzt in großen Serien Behelfsmasken. Mit dem Erlös können so die laufenden Betriebskosten der Bedürftigenversorgung zu einem wesentlichen Teil abgefangen werden.
Großzügige Spender
Nach dem Ausbruch der Krise war auch diese Institution vorübergehend geschlossen worden. Doch aufgrund sehr vieler Anfragen von notleidenden Bürgern entschied sich die Leiterin, Swenja Ott, Anfang der Karwoche wieder zu öffnen. Mit Hilfe von großherzigen Spendern wie dem Freundeskreis Laufer Mühle e.V., dem Aischgründer Rotaryclub und des Unternehmers Adolf Wedel konnte sie die dafür notwendige Infrastruktur aufbauen, um die Betriebsstätte wieder eröffnen zu können.
"Bürger, die seit Jahren auf dieses regionale Hilfsangebot angewiesen sind, zeigten sich sehr dankbar, dass sie nun wieder auf diese gewohnte Form der Versorgung mit Nahrungsmitteln zurückgreifen können", so Ott in einer Pressemitteilung. Da jedoch auch die Supermärkte aktuell wenig Lebensmittel abgeben können, ist die soziale Institution auf den Zukauf von Grundnahrungsmitteln angewiesen, um eine Grundversorgung sicherzustellen. Da der "Lebens-Mittel-Punkt" von knapp 500 bedürftigen Menschen genutzt wird, muss für den Zukauf Geld gesammelt werden.
Und nun wollen die Mitarbeiter im Hilfsstützpunkt durch den Verkauf von Behelfsmasken das nötige Geld einnehmen. "Und es läuft sehr gut an", so Swenja Ott, die bereits mehrere Aufträge von Privatpersonen, aber auch Institutionen entgegennehmen konnte. "Eine größere Autoniederlassung hat bei uns ebenso bestellt wie eine große mittelfränkische Behörde. Dabei geht es um die Fertigung von mehreren Hundert Masken", so Michael Thiem, Geschäftsführer der Laufer Mühle, der auch in der feiertäglichen Produktion mit Hand anlegt.
"Die Hoffnung und Zuversicht, dass wir gemeinsam diese Krise überwinden, indem jeder seinen Beitrag leistet, eben auch in seiner feiertäglichen Freizeit, wird hier an den Nähmaschinen praktisch gelebt", so Thiem.
Kontakt
Wer die Masken kaufen will, kann sich Montag bis Donnerstag von 10 bis 15 Uhr im Lebensmittelpunkt, Telefon 09193/50874310, melden, oder per E-Mail (swenja.ott@laufer-muehle.de) Kontakt zu Swenja Ott aufnehmen. red