Am äußersten Zipfel des Gemeindegebietes der Stadt Wallenfels, direkt an der "Grenze" zum Landkreis Kulmbach in Richtung Presseck befindet sich noch auf Wallenfelser Gebiet ein Teil des Weilers Schmölz. Hier in Köstenschmölz verläuft auch unmittelbar der Frankenweg als Wanderweg. Und hier fließt der Köstenbach leise vor sich hinmurmelnd durch das enge Tal. Und genau das war das Problem.

Bereits 2018 wurde festgestellt, dass die Brücke über den Köstenbach zum Waldwirtschaftsweg und somit zum Frankenweg marode ist. Die 1998 in einer Gemeinschaftsaktion der Bayerischen Staatsforsten und Freiherr von Lerchenfeld gebaute Brücke war einfach in die Jahre gekommen. Doch es dauerte noch zwei Jahre und einen kleinen Anstoß durch die Staatsforsten bei einem Ortstermin im März 2020, damit hier gehandelt werden konnte.

"Es ist ja eigentlich eine kleine Maßnahme gewesen, aber auch für die Bürger, die nicht direkt in der Stadt wohnen, sind solche Sachen sehr wichtig", erklärte der Bürgermeister von Wallenfels, Jens Korn. Das Holz zu dem neuen Bauwerk spendierten die Bayerischen Staatsforsten und ließen es in der Sägemühle Müller-Gei in Wallenfels schneiden. Die Kosten für das Hobeln und Glätten der Bretter hat das Sägewerk übernommen.

Vier Kubikmeter bestes Douglasienholz wurde dann im Bauhof der Stadt zu einer schönen, haltbaren und zweckmäßigen Brücke verbaut. Maßgeblich an der Planung und Ausführung war hier Andreas Gleich beteiligt. Forstbetriebsleiter Fritz Maier von den Staatsforsten begrüßte solche Maßnahmen, vor allem wenn sie wie hier die Brücke komplett aus Holz gefertigt sind. "Ich glaube an die Zukunft unseres Waldes und sehe diese Holzbrücke als eine gute Werbung. Und außerdem neutralisieren diese vier Kubikmeter Holz auch vier Tonnen CO2 ", betonte Fritz Maier. Dieser Klimabeitrag ist ebenfalls nicht zu verachten. Genauso wenig wie die Wanderwege, die hier wieder gut erschlossen werden, was in der Corona-Zeit von großem Vorteil ist, sind da doch immer mehr Menschen wanderbegeistert. sd