Seit 2000 gibt es die Satzung über Ehrungen und Auszeichnungen des Marktes Gößweinstein. Seit damals wurde sie nur zweimal angewandt, um verdiente Persönlichkeiten der Gemeinde zu ehren. Nun beantragte die CSU/FuJ-Fraktion , die Ehrungssatzung zu ändern, damit künftig nicht nur Einzelpersonen, sondern auch Vereine und Gruppen für besondere Verdienste um die Kultur, die Heimatpflege oder den Sport ausgezeichnet werden können.
Nach einer kurzen Diskussion waren sich im Marktgemeinderat alle einig, die Satzung entsprechend des Antrags zu ändern. Bedenken, Vereine zu ehren, hatte zunächst Bernhard Vogel (SPD) angemeldet. Nicht, dass sich dann eine Wettbewerbskultur einstelle und Missgunst entstehe, so seine Sorge. Peter Helldörfer, pensionierter Geschäftsführer der Gemeinde Obertrubach, verwies darauf, dass sich diese Vorgehensweise in der Nachbarkommune bewährt habe. Er sprach von einer "symbolischen Anerkennung".


"Sollten vorbereitet sein"

"Wie stellt man sich so etwas vor? Dass sich Thomas Müller eine Medaille in seine Vitrine stellt?", fragte Rainer Polster (FWG). Müller war als Vorsitzender des Musikvereins anwesend. Laut Helldörfer sollte eine solche Ehrung in einem würdigen Rahmen übergeben werden, um so die Leistungen eines Vereins oder einer Gruppe zu würdigen. In Kürze würden in Gößweinstein einige Vereine "ordentliche Jubiläen" feiern. "Darauf sollten wir uns vorbereiten", so Helldörfer.
"Ich sehe das ein bisschen kritisch, denn es gibt ja auch den Kulturpreis des Landkreises", sagte Daniela Drummer (FWG). Daher sei es "schwierig" und "gefährlich", einen eigenen Kulturpreis in Gößweinstein zu verleihen, meinte sie. Dies sah Helldörfer anders. Als Erstes sei die Gemeinde gefordert, ihre Vereine auszuzeichnen.
"Es geht darum, dass der Markt Gößweinstein eine Leistung anerkennt von Vereinen, die erheblich gewachsen sind oder Jugendarbeit leisten", war Georg Lang (CSU) für die Satzungsänderung. "Es geht um die Anerkennung ehrenamtlicher Tätigkeit", pflichtete ihm Jürgen Kränzlein (SPD) bei. Schließlich waren alle dafür, künftig auch Vereine zu ehren.


Musikverein erhält Ausgleich

Durch den Brand des Asylbewerberheims musste das Bürgerfest abgesagt werden. Dem Musikverein als Ausrichter entstand dadurch jedoch ein materieller Schaden von rund 3000 Euro. 1650 Euro hat man durch Spenden bereits ausgleichen können. Thomas Müller hatte daher den Antrag gestellt, dass die Gemeinde den nicht gedeckten Betrag von 1388 Euro übernehmen sollte. Ohne große Diskussion bewilligte der Rat auf Vorschlag von Drittem Bürgermeister Manfred Eckert eine Entschädigungszahlung von 1500 Euro.
Die Abwassergebühr der Eigenkläranlage in Allersdorf beträgt auch künftig drei Euro pro Kubikmeter.
Einstimmig fiel der Grundsatzbeschluss zur Errichtung von Urnenstelen oder -würfeln auf dem Friedhof Wichsenstein.
Peter Helldörfer fragte noch nach, ob man sich um den desolaten Zustand des Naturlehrpfads Heide gekümmert habe. Hierzu erklärte Hanngörg Zimmermann, dass die Staatsforsten den Forstweg neu konzipieren.