Es war kein normales Jahr für den seit 1. Mai amtierenden neuen Gemeinderat. Das wurde auch in der Jahresschlusssitzung am Montagabend deutlich. Corona geschuldet fiel der Jahresbericht von Bürgermeister Alexander Wunderlich (CSU) kurz aus.

Die Jahresrechnung der Gemeinde sowie der Jahresabschluss der Gemeindewerke für das Jahr 2018 gaben keinerlei Anlass zu Beanstandungen.

Geteilte Meinungen gab es lediglich bei der Frage, ob die 1998 abgeschaffte Hundemarke wieder eingeführt werden soll. Neun der 14 Gremiumsmitglieder lehnten dies ab. Die Hunde in der Gemeinde müssen also auch künftig keine Hundemarke tragen. Für die Wiedereinführung hatten sich die CSU-Fraktion und Bürgermeister Alexander Wunderlich stark gemacht.

Bei der Hundesteuer sprach sich Ralf Pistor (CSU) für eine moderate Erhöhung aus, zumal der Gemeinde mit der Aufstellung von neun Hundeboxen auch Kosten entstanden seien. Die Hundesteuer beträgt künftig für den ersten Hund 30 Euro (bisher 25), für den zweiten 60 (bisher 40) und für jeden weiteren 90 Euro (bisher 55). Bei 204 Hunden in der Gemeinde bringt das eine jährliche Mehreinnahme von rund 1000 Euro.

Bäume werden gepflanzt

Alexander Wunderlich kündigte für 2021 die Neuanpflanzung von Bäumen an. Die von Christoph Jurkat (FW) angesprochene Obstbaumallee zwischen See und Reutlashof soll zunächst noch beobachtet werden, bevor eine Entscheidung über eine Fällung getroffen wird.

Der Bürgermeister gab ferner bekannt, dass Johannes Wurster zu einer der nächsten Sitzungen eingeladen wird, um ähnlich wie in Wirsberg bereits geschehen, für die Anlage eines Blühwaldes zu werben. Ralf Pistor bat in diesem Zusammenhang darum, das erstellte Baumkataster mit Blick auf die ortsbildprägenden Bäume nicht aus den Augen zu verlieren.

Keine Einwände gab es gegen den Bau eines Einfamilienwohnhauses mit zwei Garagen und einem Carport im Bereich des Kirch- und Rosenwegs.

Die qualifizierte Änderung des Bebauungsplans "Laubenstraße I" für die Errichtung eines Einfamilienwohnhauses mit Carport wird Architektin Anja Müller in der nächsten Sitzung vorstellen. Klar ist aber jetzt schon, dass die Erschließung des Gundstücks vom Bauwerber selbst zu tragen ist.

Roland Fischer (FW) fragte, wie die Gemeinde auf den ständigen Zuwachs junger Familien vorbereitet sei. Er sprach hier konkret den wachsenden Bedarf an Kita- und Hortplätzen oder an Schulweghelfern an. "Wir haben das im Auge", versicherte der Bürgermeister.

Als Senior des Gemeinderats ergriff noch Siegfried Decker das Wort und blickte auf ein denkwürdiges Jahr. Trotz Corona habe man das Schiff Gemeinde gut vorangebracht. Er regte eine Sondersitzung an, um festzulegen, welche Ziele in der Gemeinde bis 2030 gemeinsam umgesetzt werden sollen.

"Konstruktive Gespräche"

Bürgermeister Alexander Wunderlich dankte abschließend für ein "gutes Miteinander" und für konstruktive Gespräche und Debatten. "Es hat fraktionsübergreifend sehr gut funktioniert. Wir dürfen nie aus den Augen verlieren, dass wir nur das Wohl unserer Bürger im Auge haben müssen."

Nachträglich gratulierte Alexander Wunderlich seinem Vorgänger Siegfried Decker zum 70. Geburtstag und überreichte ein Geschenk der Gemeinde. Für die früheren Mitarbeiter in der Verwaltung und im Bauhof übergab Verwaltungsleiter Sven Schirner ein Geschenk.