Die Kommandantenwahl der freiwilligen Feuerwehr, die aufgrund der Corona-Pandemie auf dem Vorplatz des Feuerwehrhauses stattfinden sollte, musste wetterbedingt in die Stadthalle verlegt werden.

Johannes Zeis als Wahlleiter und Horst Sünkel als Schriftführer von der Stadtverwaltung waren für die ordnungsgemäße Durchführung der Wahl verantwortlich, die alle sechs Jahre stattfinden muss. Der bisherige Kommandant Manuel Bergmann, der vor zwölf Jahren das Amt von seinem Vater Werner Bergmann nach dessen 24-jährigen Amtszeit übernahm, wurde ohne Gegenstimme wiedergewählt. Die 19 stimmberechtigten aktiven Feuerwehrleute sprachen auch seinem bisherigen Stellvertreter Tobias Werner einmütig das Vertrauen aus.

Der 41-jährige Kommandant bedankte sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Die Feuerwehr sei sein großes Hobby, deshalb werde er auch weiterhin die Aktiven zu einer guten Zusammenarbeit motivieren. Sein großes Ziel sei es, zusammen mit der Schönsreuther Feuerwehr, mit der man im Rahmen einer Alarmierungseinheit jährlich mehrere gemeinsame Übungen durchführt, eine Kinderfeuerwehr auf die Beine zu stellen, um den Kindern die Aufgaben einer Feuerwehr nahe zu bringen und sie möglicherweise später für die Jugendfeuerwehr zu gewinnen. Eigentlich sollte die Gründung schon in diesem Jahr erfolgen, die Corona-Pandemie verhinderte aber das Vorhaben.

Auch der 26-jährige stellvertretende Kommandant bedankte sich für die Wiederwahl. In seiner Funktion als Jugendwart stellte er fest, dass nach dem Ausscheiden von einigen Aktiven die Jugend in den Startlöchern stehen würde.

Bürgermeister Andreas Hügerich bedankte sich für das große Engagement der beiden Kommandanten. Dass alles so gut funktioniere, sei auch ihr Verdienst. Der Rathauschef lobte allgemein die Leistung der Feuerwehrleute, gerade während der Pandemie. "Egal wie groß die Herausforderungen sind, auf unsere Blaulichtorganisationen können wir zählen", lobte er. Ob Brandschutz, Unfalleinsätze oder technische Hilfeleistungen, die Feuerwehrleute würden Tag und Nacht bereit stehen, um in Notfällen Hilfe zu leisten. Es habe in den vergangenen sechs Jahren aber auch viele schöne Momente bei der Feuerwehr Kösten gegeben. Dabei erinnerte er an die Einweihung des neuen Feuerwehrhauses im Juli 2015 und an die Inbetriebnahme des neuen Feuerwehrfahrzeuges TSFW im vergangenen Jahr. Er hoffe zudem sehr, dass es die Pandemie zulassen werde, im nächsten Jahr das 125-jährige Bestehen der Köstner Feuerwehr feiern zu können. Ebenso bedankten sich der Vorsitzende der Köstner Wehr, Lothar Lang, der Kreisbrandmeister Alexander Klose für die Kreisbrandinspektion sowie die beiden Feuerwehrreferenten Otto Dinkel und Roland Lowig für die geleistete Arbeit der beiden Kommandanten und der gesamten Wehr. thi