Noch regiert Väterchen Frost. Dennoch sollte das Gemüsejahr mit der Bestellung ausgewählter, robuster und schmackhafter Sorten schon jetzt geplant werden. In diesem Kontext stellt sich für manchen die Frage, ob sich Gemüseanbau im Hausgarten überhaupt noch lohnt?

Wer im Hausgarten auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und mineralische Dünger verzichtet, darf sein selbst angebautes Gemüse ohne Bedenken der Biosparte zurechnen und die dementsprechenden Preise zu Grunde legen.

Wer im Gemüseanbau erfahren ist und weiß, wann, wo und wie lange man beispielsweise Gemüseschutznetze gegen Schädlinge wie Kohlfliegen, Minierfliegen, Weiße Fliege und Läuse einsetzt und das Fachwissen hat, welche robusten Sorten einen Anbauerfolg garantieren, wird auch in der Regel gute Qualität ernten, ohne dass Verdruss wegen Missernten entsteht. Gute Tipps gibt es seit Jahren bei den Gartenpflegerkursen des Kreisverbandes Coburg für Gartenbau und Landespflege e.V. sowie auf kv-gartenbau-coburg.de.

In Sachen Geschmack und Aroma sind Tomaten ein Paradebeispiel. Während Handelstomaten vor allem Eigenschaften für den Transport und die Lagerung mitbringen müssen, bleibt der Geschmack leider oft auf der Strecke. Frisch aus dem Garten schmecken Fleischtomaten wie "Country Taste", die Ochsenherztomate "Corazon" oder die Cocktailtomate "Piccolino" unvergleichlich gut.

Bei jeder Gemüseernte aus dem eigenen Garten spart man sich zudem große Mengen umweltbelastender Verpackung und den Energieaufwand für den Transport.

Frühling und Herbst

Wem die heißen Sommermonate zu stressig sind, kann sich auch einfach auf Gemüsekulturen des Frühlings und Herbstes konzentrieren und im Sommer pausieren. Salat, Radies und Co gehen zu Beginn und zum Ende des Gartenjahres im Prinzip immer. Im Sommer kann man sich dann an aromatischen und trockenheitsverträglichen Kräutern wie Rosmarin, Thymian, Salbei und Verwandten genussvoll erfreuen.