Bäume werfen im Herbst ihr Laub ab. Blüten, Blätter und Harz sorgen bei Anliegern für häufige Kehreinsätze. Das beschäftigt die Fuchsstädter Feuerwehr. In einem Antrag forderten sie die Fällung zweier Linden - der Arbeitsaufwand sei zu groß. Das Anliegen der Floriansjünger sorgte jüngst für Debatten im Gemeinderat.

Die Wehrleute baten darum, die beiden Linden fällen und an ihrer Stelle neue Bäume pflanzen zu dürfen. Das Aufräumen des Laubs binde wöchentlich mehrere Wehrleute. Gemeinderat Martin Keller konnte die Sorgen der Floriansjünger nachvollziehen. "Du kannst bei dieser Baumart jeden Tag sauber machen, es wird nie sauber sein", konstatierte er. Andere Räte, wie Thomas Ruser sahen es als "Witz die Bäume abzusägen". "Die Blätter sind doch kein großes Problem. Ich bin strikt gegen eine Fällung", konterte er.

Eine Lobby für die zwei stattlichen und schön gewachsenen Bäume fand sich ebenfalls bei Jürgen Wittmer und den beiden Rätinnen Eva-Maria Conrad und Stefanie Schneider. Dritter Bürgermeister Mario Hugo und Willibald Kippes schlugen vor, der Gemeindebauhof möge die Feuerwehr bei der Reinigung unterstützen. Die Idee fand im Gremium Gefallen. Bürgermeister René Gerner wird den Bauhof zur Mithilfe veranlassen.

Die von Kämmerer Andreas Mützel in der vorherigen Sitzung vorgestellte Satzungsänderung über Wasserabgabebeiträge und -gebühren erhielt die Zustimmung des Gremiums. Für den Kubikmeter Trinkwasser werden künftig 2,68 Euro berechnet. Auch die Änderung der Entwässerungssatzung befürwortete das Gremium. Ein Kubikmeter Schmutzwasser schlägt mit 1,75 Euro zu Buche, für das Niederschlagswasser werden sieben Cent pro Quadratmeter erhoben.

Zur Bauvoranfrage über die Errichtung zweier kleiner Wohnhäuser "Am Hirtenweg" fiel noch kein Beschluss. Der Bauwerber benötigt einige Freistellungen , vor allem die Festlegung der Abstandsflächen und der Baugrenzen, auf die Ruser pochte. Eine Neuplanung zu einer Nutzungsänderung, dem Anbau eines Wohnzimmers und Bau eines Nebengebäudes im Gewerbegebiet "Neumühle" stimmte das Gremium ohne Einwände zu.

In nichtöffentlicher Sitzung gefasste Beschlüsse gab Gerner bekannt. Der Gemeindebauhof erhält verschiedene Werkzeuge und Maschinen, Im Baugebiet "Hinterm Turm" verkaufte die Gemeinde zwei weitere Bauplätze.

Waldeigentümer will der Staat mit insgesamt 500 Millionen Euro unter die Arme greifen. Ein Stückchen des Kuchen möchte auch Fuchsstadt ergattern, das sich bewirbt. Die Fördersumme beträgt 100 Euro pro Hektar Wald.

Gemeinderat Oliver Lukaschewitsch bat um Information zur Friedhofs-Planung. Der Bürgermeister berichtete, dass ein neuer Bautechniker sich derzeit mit einer Skizzenerstellung befassen würde.