theresa schiffl Vor über 60 Jahren sahen sich Anna und Hermann Fauth das erste Mal bei einer Tanzveranstaltung und feierten gestern ihre diamantene Hochzeit. Auf die Frage, ob es Liebe auf den ersten Blick war, antwortet die ältere Dame wie aus der Pistole geschossen "Ja".

Lange Zeit in Erlangen gelebt

Die Eheleute kommen aus Erlangen und haben dort lange Zeit gelebt. Hier gehörte zu ihrem Haus ein großer Garten, in dem sie Gemüse wie Salat anbauten, erzählt Hermann Fauth. Er arbeitete damals bei den Stadtwerken, seine Frau in der Augenklinik.

Gemeinsam hat das Ehepaar einen Sohn und eine Tochter. Mittlerweile haben die Senioren vier Enkel und fünf Urenkel. Der Jüngste von ihnen ist Anton mit 17 Monaten, der bei der Glückwunschfeier schon fleißig mitmischt. Eine Enkelin ist zum Gratulieren gekommen und hat auch ein kleines Geschenk dabei. Aus einer Karte, die von ganz vielen Herzen geziert wird, liest Herrmann Fauth seiner Frau die Glückwünsche vor: "Ihr seid schon so lange zusammen und deshalb für uns auch ein gutes Vorbild."

Seit sieben Jahren wohnen die 83-Jährige und der 81-Jährige in Höchstadt. "Hier gefällt es uns sehr gut. Ich bin noch gut zu Fuß und kann noch kleine Erledigungen selbst machen", sagt Hermann Fauth und wirkt dabei sehr zufrieden.

Liebevolle Pflege

Die Wohnung sei sehr behindertengerecht, da sie direkt im Erdgeschoss liegt. Wenn die Sonne scheint, könne seine Frau auf der Terrasse ihre Tasse Kaffee trinken. "Da haben wir schon ein schönes und gutes Plätzchen gefunden", meint Fauth weiter. Seine Frau ist mittlerweile auf den Rollstuhl angewiesen. Ihr Mann hilft ihr, wo er kann, erklärt der Senior. Auch seine Frau Anna weiß das zu schätzen: "Er ist ein guter Mann und kümmert sich um alles." Das würde seine Frau ebenfalls machen, wenn er nicht mehr so fit wäre, meint Hermann Fauth. "Vor 40 Jahren war ich schwer krank. Meine Frau hat mich damals auch immer besucht und sich um alles gekümmert."