Das Sturmtief "Luis" lässt nach, aber dennoch kann es noch lokale kräftige Böen geben. Genau diese Wettervorhersage traf am vergangenen Samstag auf Weismain zu: Während die Winde und der Regen abebbten, erfasste gegen 14.30 Uhr eine dieser Windböen das Giechkröttendorfer Tal. Diese war so heftig, dass sie in der Straße des Weismainer Stadtteils eine mächtige Birke aus ihren Wurzeln riss. Dies ist zwar ein Ereignis, das häufig vorkommen kann, wenn sich die April-Stürme ankündigen oder die herbstlichen Winde die Region überziehen. Bei näherem Hinsehen der Einwohnerschaft wurde aber deutlich, dass dieser Baum mit seinen Zweigen in den Sträuchern eingezwickt war und zugleich auf einer Telefonleitung lag. Daher wurde die Freiwillige Feuerwehr Weismain hinzugerufen. Dem Einsatzleiter , Kreisbrandmeister Matthias Müller , und seiner Mannschaft war klar, dass hier größeres Bergungsgerät benötigt würde.

Nachdem ein Bauhofmitarbeiter mit dem Bagger , der mit einer Greifzange bestückt war, angerückt war, konnte die Sache angegangen werden. Die Baumaschine packte fest zu und hielt Teile des Geästs mit seinem langen Arm fest, während Mitglieder der Feuerwehr den Baum Stück für Stück zusammensägten. Vom Bagger wurden die Stücke über die Telefonleitung hinweggehoben und von Aktiven der Wehr komplett zersägt, womit der Einsatz schnell und fachgerecht bewältigt war.

Glücklicherweise war diese Birke nicht vollends auf die Straße gefallen, denn wie leicht hätte sie dann einen Fußgänger oder ein Auto, wenn diese die Fahrbahn benutzt hätten, treffen können.

Der Winter kommt zurück

Wenngleich jetzt die Stürme laut Wetterprognosen nachlassen sollen, kündigt sich in anderen Landesteilen bereits wieder der Winter an, und alle dürfen gespannt sein, welche Überraschungen, insbesondere auch Einsätze für die Rettungskräfte, dieser neuerliche Wetterumschwung mit sich bringt. dr