Das Umfeld des Bahnhofs soll aufgewertet werden. Das war das Hauptthema der jüngsten Stadtratssitzung.

Dazu hatte Stadtbaumeister Markus Pülz eine Kostenberechnung einschließlich Grundstückskauf erarbeitet, die auf Gesamtkosten zwischen 395 000 und 410 000 Euro zulaufen. Das Konzept sah neben dem bestehenden Bahnkörper in Fahrtrichtung Kulmbach längsseitig Parkplätze vor. Dieses Umfeld sei zwar in gewisser Weise auch ein Eingangstor von Burgkunstadt , meinte Stadtrat Michael Doppel (FW), dennoch dürfe auch die Haushaltssituation nicht aus den Augen verloren werden. Von Bernarda Callens (Die Grünen) kam der Hinweis auf einen immer noch fehlenden behindertengerechten Zugang. Günter Knorr ( CSU ) erinnerte daran, dass der Zugverkehr zwar umweltfreundlich sei und vor allem von den Pendlern genutzt werde, jedoch sah er bei Verbesserungen die Deutsche Bahn in der Pflicht. Vielleicht, so Stadtrat Thomas Müller (Bürgerverein), wäre auch ein Grundstücksteilkauf zu erreichen, womit zumindest etwa ein Dutzend Parkmöglichkeiten entstehen könnte.

Bürgermeisterin Christine Frieß ( CSU ) verwies darauf, dass Fördermittel von rund 50 000 Euro beim Grunderwerb für die Schaffung von Stellplätzen in Aussicht stünden. Sie werde zusammen mit MdB Emmi Zeulner diesbezüglich bei der Regierung von Oberfranken verhandeln und nochmals Gespräche mit der Deutschen Bahn aufnehmen, um eine Überlassung des Grundstückes an die Stadt zu erreichen, die dann einfach das Beste daraus machen würde, wie es aus der Mitte des Stadtrates angeregt wurde.

Bei der künftigen Vorgehensweise bezüglich Notarverträgen einigten sich die Stadtratsmitglieder darauf, bei einfachen Kaufträgen wie bei Bauplätzen, landwirtschaftlichen Flächen und kleineren Grundstücksstreifen der Verwaltung die Entscheidung zu überlassen. Bedeutendere und gewichtige Notarverträge wie für Sanierungsgebiete usw. müssen dem Stadtrat vor dem Beurkundungstermin zur Kenntnisnahme vorgelegt werden. dr