Der eigentliche Zweck des Diakonievereins Presseck-Grafengehaig ist, eine Diakoniestation in Presseck zu ermöglichen. Das stellte Vorsitzende Heidrun Hemme in der Mitgliederversammlung am Mittwoch heraus. "Es läuft gut", resümierte die Pfarrerin, und der Grafengehaiger Bürgermeister Werner Burger pflichtete ihr bei.
"Wo es noch nicht so läuft, arbeiten wir daran", ergänzte Hemme. Lange habe man nach einer Leitung für die Pressecker Station gesucht. Nachdem Sonja Heerdegen aus Helmbrechts Presseck zwischenzeitlich mit übernommen hatte, habe man mit Sonja Bernhardt eine Fachkraft gefunden. Man finde sich in der Zusammenarbeit mit dem zentralen Diakonieverbund Münchberg nun auch gut aufgehoben. Der sei derzeit mit Stammbach auf fünf Stationen angewachsen. Und über den weiteren Verbund mit der Diakonie Hochfranken in Hof könne man bei Bedarf auf einen großen Personalbestand zurückgreifen. Insbesondere durch die Verstärkung aus Hof sei es möglich gewesen, das vormals städtische Altenheim in Münchberg zu übernehmen, beschrieb Heidrun Hemme die Ereignisse der jüngsten Vergangenheit.


215 Mitglieder

Der Diakonieverein Presseck-Grafengehaig hat derzeit 215 Mitglieder; in der Pressecker Station sind augenblicklich elf Helferinnen beschäftigt - vier in der Hauswirtschaft, eine in der Betreuung, eine fährt Essen aus, und die restlichen fünf kümmern sich um die Pflege.
Im komplett sanierten alten Rathaus in Presseck finde man nun auch angemessene Räume vor, schloss die Vorsitzende.
Finanziell ist der Verein nach den Worten von Kassenverwalter Karl-Heinz Flügel nach wie vor stabil aufgestellt. Im vergangenen Jahr habe man sogar einen Zuwachs verbuchen könne, so dass die Finanzen heuer ausgeglichen eien.


Die Neuwahlen

Nur eine Veränderung gab es bei den Neuwahlen. Bestätigt wurden Heidrun Hemme (Vorsitz), Karl-Heinz Flügel (Kasse), Gerlinde Rothert (Schriftführung), Karl Scherer und Manfred Wunner (Beisitzer) sowie Erwin Schübel und Lothar Frisch (Kassenprüfer).
Ein Jahr vakant war der Posten des Zweiten Vorsitzenden geblieben, nachdem Fritz Schramm kurz vor der Mitgliederversammlung 2017 verstorben war und man deshalb beschlossen hatte, nicht gleich einen Nachfolger zu wählen. Zum stellvertretenden Vorsitzenden wählte die Versammlung nun einstimmig den Pressecker Pfarrer Siegfried Welsch. klk