Die Gemeinde Lauter investiert in die Verbesserung und Erneuerung der Entwässerungseinrichtung. Für die Eigentümer von Grundstücken bedeutet das Kosten, denn die Finanzierung erfolgt zu 100 Prozent über Verbesserungsbeiträge. Was genau auf die Bürger zukommt, war Thema in der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres 2020.

Die sogenannten Verbesserungsbeiträge werden nach Grund- und Geschossfläche erhoben und nicht nach der Einleitungsmenge. Das heißt, dass auch Eigentümer großer Grundstücke, bebaut oder unbebaut, ohne oder mit wenig Wasserverbrauch, herangezogen werden.

Neubau eines Beckenüberlaufs

Grund für die Erhebung der Beiträge ist der Neubau eines Beckenüberlaufs mit Drosselschacht südlich der Schulstraße. Der umlagefähige Aufwand beträgt rund 280 000 Euro, gekostet haben die Baumaßnahmen insgesamt etwa 380 000 Euro.

Eine von einem Fachbüro erstellte Kalkulation sieht nun vor, dass pro Quadratmeter Grundstücksfläche 0,17 Euro und pro Quadratmeter Geschossfläche 1,10 Euro an Verbesserungsbeiträgen anfallen.

Um große Grundstücke nicht übermäßig zu treffen, enthält die Beitragssatzung eine Sonderlösung. Der entsprechende Beschluss wurde im Gemeinderat einstimmig getroffen.

14 Bauplätze notariell verkauft

In seinem Kurzbericht erwähnte Bürgermeister Ronny Beck, dass beim Radweg zwischen Baunach und Appendorf die Zwischenabnahme erfolgt sei. Es habe nur geringe Mängel gegeben. Im Frühjahr sollen die Restarbeiten erfolgen.

Im Baugebiet Appenberg seien 14 der 17 Bauplätze notariell verkauft, einer reserviert. Wieder befahrbar sei die Kaiserstraße in Deusdorf; hier stehe noch der zweite Bauabschnitt aus.

Einstimmig wurde die Wahl von Benedikt Hümmer zum neuen Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Lauter als Nachfolger von Ronny Beck bestätigt. Innerhalb eines Jahres muss Hümmer noch den Lehrgang "Leiter einer Feuerwehr" mit Erfolg besuchen.

Einen Bauantrag abgelehnt

Lange beschäftigten sich die Gemeinderäte mit zwei Bauanträgen im Neubaugebiet Appenberg (Laurenziweg). Während die Aufschüttung von mehr als einem Meter gegenüber der aktuellen Geländeoberkante zwar für Diskussionen sorgte, aber kein Hinderungsgrund für die Billigung war (einer der Bauanträge wurde dementsprechend positiv beschieden), kam die Überschreitung der Baugrenzen nicht gut an.

Der Bauherr begründete die Verschiebung des Gebäudes in Richtung Straße mit einer großen Terrasse in Richtung Westen. Die wäre aber wohl auch bei Einhaltung der Baugrenzen möglich. Daher lehnte der Gemeinderat diesen Antrag einstimmig ab.

An Pflegemaßnahmen von Feldwegen beteiligt sich die Gemeinde Lauter mit 500 Euro. Dieser Betrag geht daher an die Jagdgenossenschaft Deusdorf-Leppelsdorf. Sie hatte im Jahr 2020 rund 2700 Euro in die Wege investiert, unter anderem in Graben- und Heckenpflegemaßnahmen sowie in neuen Split.