Die Innenrenovierung der katholischen Pfarrkirche "Mariä Geburt" in Altenkunstadt ist seit Langem geplant und wurde mehrfach verschoben. Nun wurde das 180 000 Euro teure Projekt aber in Angriff genommen.

Bei einer ersten Baubesprechung, an der auch Kirchenmalermeister und Restaurator Michael Hofmann aus Königsfeld teilnahm, informierte Kirchenpfleger Thomas Siebenaller über die anstehenden Maßnahmen. Normalerweise werden Gotteshäuser etwa alle 25 Jahre renoviert, in Altenkunstadt muss nach 2006 das Innere schon wieder erneuert werden. "Das liegt an den Brandschäden, die 2015 durch eine Osterkerze verursacht wurden", erklärte Siebenaller. Etwa zwei Monate sollen die Arbeiten dauern.

Siebenaller zufolge werden Wände und Decke neu gestrichen sowie die Epitaphien, Kreuzwegbilder und sämtliche Figuren gereinigt. Darunter auch die um 1360 entstandene Sandsteinmadonna - das älteste und kostbarste Kunstwerk des 1537 fertiggestellten Gotteshauses. Der Kirchenraum erhält eine neue Beschallung, Treppe und Eingangstür werden ebenfalls erneuert. Für Gottesdienstbesucher, die ein Hörgerät tragen, werden entlang der Kirchenbänke Ringschleifen verlegt, die den Empfang verstärken. Über die Generalsanierung der Orgel, die bei der großen Kirchenrenovierung 1982/83 erweitert wurde, informierte Pater Kosma Rejmer.

Die Arbeiten, für die man eine polnische Orgelbaufirma beauftragt habe, seien zu zwei Dritteln abgeschlossen. Aufgrund der Corona-Pandemie und den dadurch bedingten Grenzschließungen sind die Arbeiten zurzeit aber unterbrochen. Ein Umstand, den Pater Kosma Rejmer bedauert: "Eine Woche würde schon reichen, um die Orgelsanierung abzuschließen."

Auch wenn die Versicherung einen Beitrag leistet, ein Drittel der Summe muss die Pfarrgemeinde stemmen. Erschwerend komme hinzu, "dass wegen der Corona-Krise in den vergangenen Wochen keine Gottesdienste stattfanden und die Kollekte somit wegfiel". Für Unterstützung und Spenden wäre die Pfarrei dankbar. Während der Renovierungszeit bleibt das Gotteshaus geschlossen. bkl