Durch eine Zulassung des bayerischen Landwirtschaftsministeriums kann in allen fränkischen Landkreisen seit 1. Juli die Futternutzung auf ÖVF-Brachflächen (ökologische Vorrangflächen) sowie sonstigen Brachflächen erfolgen. "Der Bayerische Bauernverband (BBV) hatte die Freigabe der ÖVF-Flächen bereits frühzeitig beim Ministerium aufgrund der ausgeprägten Frühjahrstrockenheit, insbesondere in Nordbayern, eingefordert", betont Ottmar Braun, Geschäftsführer des BBV-Bezirksverbandes Mittelfranken.

Erfolgt die Futternutzung der Brachflächen bereits vor dem 16. Juli, müssen betroffene Landwirte dies zwingend beim zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten telefonisch oder per E-Mail melden. Die allgemeine Freigabe der Brachflächen gilt erst ab dem 16. Juli. Die futterbaulich genutzten Brachflächen gelten dann im Rahmen der Greeningvorgaben zwar weiterhin als ÖVF, jedoch hinsichtlich der Anbaudiversifizierung dann als Flächen mit Gras bzw. Grünfutterpflanzen.

Der Bauernverband empfiehlt in seiner Pressemitteilung daher dringend, die weitere Einhaltung der Anbaudiversifizierung aufgrund dieser geänderten Einstufung vorab mit dem jeweils zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten abzuklären. Sofern die genannten ÖVF-Flächen in Kulap- oder VNP-Maßnahmen einbezogen sind, seien die entsprechenden Auflagen der Agrarumweltprogramme zu beachten.

Die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) hat für die Freigabe von ÖVF-Brachen zur Futternutzung mit Daten des Deutschen Wetterdienstes, der nutzbaren Feldkapazität und diverser Modelle eine Beurteilung erstellt, in welchen Gebieten aktuell außergewöhnliche Umstände vorliegen. Danach ist aktuell für die Regierungsbezirke Oberfranken, Mittelfranken, Unterfranken eine Futternutzung zugelassen. red