Nachhaltiges und verantwortungsbewusstes Handeln im Bereich Energie und Klimaschutz steht beim Landkreis Kulmbach ganz oben auf der Agenda. Das führte Klimaschutzmanagerin Ingrid Flieger den Mitgliedern des Umweltausschusses deutlich vor Augen. Sie teilte unter anderem mit, dass die Photovoltaik-Anlage an der Fassade des Landratsamts am 1. Januar auf Eigenstromverbrauch umgerüstet wurde.

Landkreis als Vorreiter

Flieger ging auch auf den Beschluss des Bauausschusses ein, auf der Carl-von-Linde-Realschule eine weitere PV-Anlage zu installieren. Man habe bislang viele Förderprogramme ausgeschöpft, der Landkreis Kulmbach gelte als Vorreiter, wenn es um die Nutzung kommunaler Liegenschaften für regenerative Energiegewinnung gehe.

Landrat Klaus Peter Söllner (FW) lobte die Arbeit der Klimamanagerin: "Die Dinge sind häufig kompliziert. Ohne ihr Engagement hätten wir nicht so viel auf den Weg gebracht."

Ingrid Flieger rief einige Projekte in Erinnerung:

? Umrüstung der Dreifachturnhalle an der Realschule auf LED-Beleuchtung;

? Energetische Sanierung des Flachdachs am Beruflichen Schulzentrum;

? Dachbegrünungen am Landratsamt;

? Nutzung von Ökostrom in den kreiseigenen Liegenschaften;

? Geothermischer Energienutzungsplan;

? Solarkataster.

Die Errichtung einer PV-Anlage auf der Carl-von-Linde Realschule wird nur auf dem Dach der Mensa möglich sein. Das Dach über dem Klassentrakt sei statisch nicht geeignet.

Wie Flieger weiter berichtete, wird die Energie- und Klimaschutzberatung des Landkreises fortgeführt. Seit 2008 können sich private Haushalte kostenfrei beraten lassen. Mittlerweile sei das Angebot auf alle Vereine ausgeweitet worden. Sämtliche Kosten für die Beratungsleistungen trage der Landkreis. In den Jahren 2019 und 2020 seien hierfür Kosten von je 18 500 Euro brutto entstanden. red