"Die Zahl der an Covid-19-Infizierten in unserem Landkreis ist zum Glück weiter gesunken. Aktuell haben wir noch fünf Erkrankte. Das ist der niedrigste Stand seit dem 18. März", stellte Landrat Christian Meißner (CSU) am Freitagfrüh erleichtert mit Blick auf die ihm vorliegende Statistik fest. "Das stimmt zuversichtlich und ist auch unseren Bürgern zu verdanken, die Vorsicht walten lassen und sich so vorbildlich an die Hygienevorschriften halten."

Entschieden tritt Meißner Gerüchten entgegen, dass Kontrolleure des Landratsamtes vor Ort Bußgelder einfordern, um vermeintliche Verstöße gegen die Regelungen zu ahnden: "Zwar können seitens des Landratsamtes in Bezug auf die Corona-Regelungen Kontrollen vorgenommen und Bußgelder verhängt werden. Doch wer bei uns überprüft, kann sich mit entsprechenden Papieren ausweisen. Auf keinen Fall wird aber bei Verstößen vor Ort abkassiert. Wir leben in einem Rechtsstaat!", betont der Landrat. Kristin Grosch, Leiterin der Abteilung Öffentliche Sicherheit und Ordnung, Gesundheit und Veterinärwesen, stellt klar, dass bei Verstößen, die eine Ordnungswidrigkeit darstellen könnten, ein förmliches Bußgeldverfahren eingeleitet und der Betroffene immer erst angehört wird.

Auch Polizeihauptkommissar Jochen Haischberger, Leiter der Ermittlungsgruppe bei der Polizeiinspektion Lichtenfels, warnt: "Zwar können Polizeibeamte, auch mal in Absprache mit den Ordnungsämtern in Zivil kontrollieren, aber in jedem Fall würden die Beamten sich dann entsprechend ausweisen. In gar keinem Fall werden diese aber vor Ort das Bußgeld einziehen." Vermehrt waren in den vergangenen Tagen Gerüchte an den Landrat herangetragen worden, denen zufolge Kontrolleure inkognito ohne Mund-Nasen-Schutz in Geschäfte, Gastwirtschaften oder Friseursalons kamen und dann "Bußgelder" abkassierten, sofern sie von den Inhabern nicht gebeten wurden, den Schutz zu tragen oder das Geschäft zu verlassen. red