Der Kreisausschuss entschied am Montag über Zuschussanträge. Im einzelnen ging es um Gastschulbeiträge an die Adolf-Reichwein-Schule in Nürnberg (6135,50 Euro) und den Rudolf-Steiner-Schulverein (37 733,94 Euro) Nürnberg, der die Freie Waldorfschule Erlangen und die Rudolf-Steiner-Schule in Nürnberg umfasst.

Außerdem erhält das Theater Kuckucksheim in Heppstädt eine Förderung von 6000 Euro, die Jugendverkehrsschulen in Uttenreuth, Herzogenaurach und Lonnerstadt jeweils 1500 Euro.

Für die Landwirtschaft und Organisationen im ländlichen Bereich stellt der Landkreis Fördermittel von insgesamt 10 500 Euro zur Verfügung.

Verärgert zeigte sich Landrat Alexander Tritthart (CSU) über "verfristete" - also nach dem Stichtag 31. August - eingegangene Zuschussanträge. Vor allem einige Wohlfahrtsverbände waren in diesem Jahr zu spät dran. "Wir lassen das heuer durchgehen und schieben es auf Corona - aber als einmaligen Sonderfall." Denn, wie Walter Nussel (CSU) bemerkte, sei sowas auch in anderen Jahren bereits vorgekommen. Es könne nicht sein, so Tritthart, dass die "ausdrücklich freiwilligen" Zuwendungen trotzdem quasi automatisch fließen. Daher wurde in die Beschlussfassung einstimmig folgender Satz aufgenommen: "Im Fall einer verspäteten Antragstellung in den nächsten Jahren ist die Gewährung eines Zuschusses [...] von der Verwaltung abzulehnen." Zudem werden die Beträge vorläufig eingefroren, es gibt also nicht mehr, als in den Vorjahren. "Das ist auch aufgrund der aktuellen finanziellen Situation gegeben."

Verspätete Anträge

Konkret gemeint war das Diakonische Werk Erlangen, das für die Altenhilfe 1500 Euro, 1000 Euro für die Förderung der allgemeinen Verbandstätigkeit und 700 Euro für Dorfhelferinnen im Landkreis bekam. Dazu kamen noch einmal 1573 Euro für die Bahnhofsmission. Auch die Flüchtlings- und Integrationsberatung dieses Verbandes wird mit 9200 Euro bezuschusst. Für die Nutzung der Büroräume in der dezentralen Unterkunft in Buckenhof gab es zusätzlich 2300 Euro.

Ebenso wurde die Caritas für Stadt und Landkreis mit 1500 Euro für die Altenhilfe und 1000 Euro für allgemeine Verbandstätigkeiten bedacht.

Für die Flüchtlings- und Integrationshilfe gab es 21 150 Euro zuzüglich 2000 Euro für die Nutzung der oben genannten Büroräume.

Auch das Diakonische Werk Bamberg-Forchheim bekam 5000 Euro für die Flüchtlings- und Integrationsberatung.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband, Bezirksverband Mittelfranken, erhielt 2000 Euro für Altenhilfe und allgemeine Tätigkeiten. Die Erlanger Tafel bekam einen Zuschuss von 7000 Euro.

Die Selbsthilfekontaktstellen Kiss Mittelfranken haben - ebenfalls verspätet - einen Erstantrag für einen Zuschuss gestellt, der - mit einer Gegenstimme von Astrid Marschall (Grüne) - abgelehnt wurde. Ebenso - in diesem Fall einstimmig - der Antrag des Zentrums für Alleinerziehende Grünes Sofa e.V., das bereits ausführte, der Antrag gelte für 2022, sollte die Frist für 2021 abgelaufen sein.

Neues Projekt

Die Koordinierungsstelle von Dolmetscherleistungen im Rahmen des Förderprogramms "Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds" bekommt einen Personalkostenzuschuss von 16 666,67 Euro für die Errichtung einer Koordinierungsstelle für Stadt und Landkreis Erlangen. "Der Sozialausschuss hat sich damit beschäftigt und dieses Projekt ,Zuspruch' als sehr sinnvoll erachtet", erklärte Landrat Tritthart dazu.