Die Neukenrother Zecher wollen es wagen. Am Freitag, 23. Oktober, wird "das Eich" (Stefan Eichner) als erster nach der Corona-Pause in der Zecher-Halle gastieren. Die Verantwortlichen des Volkstrachtenvereins "Zechgemeinschaft" Neukenroth haben wochenlang die örtlichen Möglichkeiten der Pandemievorgaben durchgecheckt und festgestellt, dass es trotz aller Auflagen möglich ist, aktuell wieder Auftritte in der Zecher-Halle zu verantworten.

Das Pandemiekonzept

Natürlich wurde ein Pandemiekonzept erstellt, das Veranstalter, Gäste und die Künstler schützen soll. Dort, wo bis zu 500 Personen Platz fanden, dürfen aktuell nur bis 150 Personen Einlass finden. So ist es zum Beispiel auch notwendig, auf dem Weg zu den zugewiesenen Plätzen und zurück eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen, die auf dem Platz dann abgenommen werden kann. Die Zecher bitten daher die Besucher, sich an die Vorgaben zu halten.

Nur durch diese Schutzmaßnahmen ist es möglich, endlich wieder etwas künstlerisches Flair in die Zecher-Halle zu transportieren. Stefan Eichner wird als "das Eich" natürlich wie immer kein Blatt vor den Mund nehmen und auch Alltagsgeschehen komödiantisch angehen. Er meint dazu: "Kinder, wie die Zeit vergeht!"

Mit seinem Programm "Äußerst Eich-haltig!" blickt er auf zwölf Jahre Bühnenshow zurück. Fünf abendfüllende Showprogramme hat der "Entspannte Franke" in dieser Zeit gebastelt. Immer mit komplett neuen Liedern, Geschichten und Parodien. Da hat sich allerhand angesammelt und so manche Klassiker sind entstanden, die - wie das Eich fand - leider aus Zeitgründen seit Jahren in der Schublade verschwunden sind. Damit ist jetzt Schluss!

Bevor 2021 das komplett neue sechste Bühnenprogramm Premiere feiert, gibt es - sozusagen als "Zwischenprogramm" - noch einmal eine bunte Mischung aus allen fünf Programmen. "Äußerst Eich-haltig!" ist aber kein vorgefertigtes "Best of", sondern jeden Abend ein bisschen anders! Das Eich kam, sah und spielte ... drauf los! Nur mit Gitarre, einer Handvoll Requisiten und jeder Menge Spontanität!

Gespielt wird, was machbar ist

"Das Eich" lebt auch von seiner Spontanität. So verriet Eichner vorab: "Neulich rief ein Zuschauer auf die Bühne: ,Eich, spiel' bitte nochmal ,Gestern hart, heute weich' aus Deinem ersten Programm!'. ,Bitte? Das habe ich seit sechs Jahren nicht mehr gespielt! Aber ok, ich probier's mal!' Und was soll man sagen? Hat geklappt! Das Prinzip ist also klar: Was machbar ist, wird gespielt, kein Abend ist wie der andere." Die Neukenrother Zecher freuen sich auf den Auftakt und hoffen, dass es auch in der Corona-Zeit noch Menschen gibt, die gerne etwas lachen möchten. Eintrittskarten gibt es in der Bäckerei Nickol in Neukenroth (Tel. 09265-1348) und über die Homepage www.daseich.de. jb