Ein überlebensgroßer Diskuswerfer im Schaufenster des Kunstvereins Kulmbach lädt zurzeit zu einer Ausstellung in die Obere Stadt 10 und in das dahinter liegende Atelier von Andreas Schobert ein. "Kunst macht Schule - Schule macht Kunst" zeigt Zeichnungen, Aquarelle, Drucke, Keramiken, Konstruktionen und modifizierte Fotos von Schülern des Caspar-Vischer-Gymnasiums, die im normalen Unterricht und nicht extra für eine Ausstellung entstanden sind, wie Cornelia Morsch bei der Vernissage am Dienstagabend ausdrücklich betonte.
Schulleiterin Ulrike Endres zeigte sich von den ausgestellten Schülerarbeiten ebenso begeistert wie Dritter Bürgermeister Frank Wilzok. Neugierig auf die Arbeiten des künstlerischen Nachwuchses waren auch Profis aus der Kulmbacher Künstlergilde.
Zum ersten Mal zeigt der Kunstverein eine Ausstellung mit Schülerarbeiten aus dem normalen Unterricht von Cornelia Morsch, Julia Tittmann, Georg Köstner und Andreas Schobert im CVG. "Warum eine Ausstellung? Das ganze Schulhaus hängt doch voll mit Bildern aus dem Unterricht", erläuterte Cornelia Morsch: Man bekäme andere Perspektiven, wenn man seine Arbeiten an die Wand hänge und sie im Kontext mit den von anderen sehe - auch in Räumen, in denen sonst Künstler ausstellen, die sich lange und intensiv mit Kunst beschäftigen.
In der Ausstellung sind Schülerarbeiten aus den 5. bis 12. Klassen zu sehen. Von eher flächig zusammengestellten Motiven der Jüngeren im hinteren Teil der Galerie, über figürliche und fast technische perspektivische Studien von älteren Schülern bis zu penibel ausgearbeiteten Zeichnungen nach der Natur. Außerdem zwei große, aus einfachen Lattenstücken kompliziert zusammengeschraubte Figuren von A. Maillol.
Mit Boogies lockerte ein Schülerquartett die Vernissage musikalisch auf. Die Ausstellung ist bis zum 5. März jeweils Samstag und Sonntag von 13 bis 17 Uhr geöffnet.