Die Caritas-Fachakademie in Baiersdorf lädt zu einer Infoveranstaltung über einen neuen Beruf. Im Herbst beginnt die Ausbildung zur Fachkraft für Grundschulkindbetreuung.
Ein Informationsabend über die neue Ausbildung zur Fachkraft für Grundschulkindbetreuung findet am Freitag, 7. Juni, um 17.30 Uhr in der Josef-Mayr-Nusser-Fachakademie für Sozialpädagogik in Baiersdorf (Kirchenplatz 11) statt.
Die Fachkräfte für Grundschulkindbetreuung sollen die Grundschüler bei den Hausaufgaben unterstützen und deren Miteinander etwa in der Mittagsbetreuung freizeitpädagogisch gestalten. Die Selbstständigkeit und ganzheitliche Entwicklung der Kinder stehen im Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit.
Mögliche Einsatzorte für die Fachkräfte sind die einfache und die verlängerte Mittagsbetreuung, die offene und die gebundene Ganztagsschule (an Grundschulen), Horte, Häuser für Kinder, die Gruppen für Kinder ab sechs Jahren anbieten, und eventuell altersgeöffnete Kindergärten. Im September startet erstmals der Kurs, der zu dem Abschluss Fachkraft für Grundschulkindbetreuung führt.
Die Josef-Mayr-Nusser-Fachakademie für Sozialpädagogik der Caritas in Baiersdorf gehört zu den ersten Schulen, die diese Ausbildung anbieten. Wer die Ausbildung machen möchte, muss einen mittleren Schulabschluss und eine erfolgreich abgeschlossene, mindestens zweijährige Berufsausbildung mitbringen. Außerdem muss er eine sechswöchige praktische Tätigkeit in einer sozialpädagogischen oder schulischen Einrichtung nachweisen.
Der neue Ausbildungsgang dauert zwei Jahre. Im ersten Jahr überwiegt der theoretische Unterricht an der Fachakademie. Es endet mit einer schriftlichen Abschlussprüfung. Es folgt ein einjähriges vergütetes Berufspraktikum in einer Einrichtung. Eine Facharbeit, eine praktische Prüfung in der Einrichtung und ein Colloquium an der Fachakademie beschließen die Ausbildung.
Wer diese erfolgreich besteht, erhält den bayerischen Berufsabschluss "Staatlich anerkannte Fachkraft für Grundschulkindbetreuung". Im Beruf erhalten die Fachkräfte das gleiche Gehalt wie staatlich anerkannte Erzieher.
Die Ausbildung kann durch die Agentur für Arbeit gefördert werden. Der neue zweijährige Ausbildungsweg ist zunächst ein Schulversuch. Das bayerische Kultusministerium hat ihn ermöglicht, um den steigenden Bedarf an Fachkräften in den Kindertagesstätten zu decken. Laut Ministerium benötigt die Kinder- und Jugendhilfe bis 2023 19 400 zusätzliche pädagogische Mitarbeiter. Indem es den neuen Beruf konzipiert hat, reagiert das Kultusministerium auf den von der Bundespolitik ange-strebten Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter. red