Frühjahrsaufschwung auf dem Arbeitsmarkt der Region. So sank die Zahl der Arbeitslosen im Agenturbezirk Bayreuth-Hof, zu dem auch der Landkreis Kulmbach gehört, im März um 783 auf 11 452 Personen. Die aktuelle Arbeitslosenquote liegt bei 4,5 Prozent.

"Der regionale Arbeitsmarkt startet nach den Wintermonaten mit ähnlichem Schwung in die neue Saison wie im vergangenen Jahr", sagt Sebastian Peine, Chef der Agentur für Arbeit. Im Vorjahresmonat sei der Arbeitsmarkt noch nicht durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie belastet gewesen.

Die Region Bayreuth-Hof ist traditionell ein Agenturbezirk mit hohem Saisonausschlag. So gab es im März viel Bewegung mit einer deutlichen Reduzierung der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat im Bereich des SGB III (minus 12,5 Prozent). Besonders positiv ist zu bewerten, dass es insgesamt 32 Arbeitsaufnahmen mehr gab als im Vorjahresmonat.

Bei den Jugendlichen liegt die Arbeitslosigkeit auf Vorjahresniveau. Mit einer Quote von 3,7 Prozent sind bisher keine gravieren-den negativen Einflüsse in Bezug auf die Arbeitslosigkeit bei jungen Menschen zu beobachten. "Dagegen sind die Auswirkungen der Pandemie bei der Entwicklung der Langzeitarbeitslosigkeit deutlich zu spüren", erklärt Peine. In beiden Rechtskreisen sind aktuell über 55 Prozent mehr Personen von Langzeitarbeitslosigkeit betroffen als noch vor einem Jahr.

Die Nachfrage nach Arbeitskräften stieg im Vergleich zum Vormonat deutlich an und lag erfreulich deutlich über dem Niveau des Vorjahres (plus 249). Insgesamt wurden im ersten Quartal 3534 offene Stellen gemeldet, 128 oder 3,5 Prozent weniger als in den ersten drei Monaten des Jahres 2020.

Der Blick nach Kulmbach

Auch im Landkreis Kulmbach ging die Zahl der Arbeitslosen im Zuge der üblichen Frühjahrsbelebung zurück. Es sind aber weiterhin deutlich mehr Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen als im Vorjahr.

Die Zugänge aus Erwerbstätigkeit gingen gegenüber März 2020 zurück, es gelangen aber auch weniger Arbeitsaufnahmen. Im Gegensatz zu den meisten Regionen sind die Vorjahresveränderungen bei den Jugendlichen deutlicher zu spüren. Die Zahl der arbeitslosen jungen Menschen liegt hier mit einem Plus von 51 oder 49 Prozent recht deutlich über dem Vorjahresmonat. Die aktuelle Arbeitslosenquote der Jugendlichen beträgt 3,6 Prozent.

Der Personenkreis der Langzeitarbeitslosen ist in Kulmbach dagegen im Vergleich zu anderen Regionen weniger stark angestiegen.

Entgegen dem Trend im Agenturbezirk war die Nachfrage nach Arbeitskräften mit 156 Stellenmeldungen im März wieder zurückhaltender als im sehr regen Februar und liegt unter dem Vorjahresniveau. Gesucht wurde hauptsächlich für die Zeitarbeit und im verarbeitenden Gewerbe.

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten belief sich im Landkreis Kulmbach Ende September 2020 auf 28 384. Gegenüber dem Vorquartal entspricht das einem Zuwachs von 374 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, gegenüber September 2019 sind das 119 Beschäftigte weniger.

Die stärkste Zunahme war mit einem Plus von 90 Beschäftigten im Gesundheitswesen zu verzeichnen. Am stärksten rückläufig war die Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe mit einem Minus von 253 Beschäftigten. red