In einem Brief haben sich Oberbürgermeister Ingo Lehmann (SPD) sowie seine Vertreter Frank Wilzok (CSU) und Ralf Hartnack (WGK), ebenso die Landtagsabgeordneten Inge Aures (SPD) und Rainer Ludwig (FW) an Staatsministerin Ulrike Scharf (CSU) hinsichtlich der Förderung von Kindertagesstätten gewandt. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadt hervor. Seit Wochen machen Mütter der Stadt Kulmbach Druck, weil diese ihrer Verpflichtung nicht nachkommen kann, genügend Krippenplätze zur Verfügung zu stellen.

Der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen sei sowohl im Krippen- als auch im Kindergarten- und Hortbereich in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Sicher würden die Errichtung neuen Wohnraums, die Schaffung neuer Arbeitsplätze durch hier ansässige große Betriebe und nicht zuletzt auch die weitere Entwicklung des Universitätsstandortes Kulmbach dazu führen, dass der Bedarf in den kommenden Jahren noch spürbar stärker wachse, heißt es in dem Brief.

Doch schon jetzt könne das vorhandene Betreuungsangebot die Nachfrage an Plätzen nicht mehr decken, weil die sich binnen dreier Jahre nahezu verdoppelt habe. 8,8 Millionen Euro gebe die Stadt für diesen Bereich pro Jahr aus.

Derzeit seien die Fördermöglichkeiten aber sehr begrenzt. Daher bitten die Unterzeichner darum, ein neues Sonderinvestitionsprogramm für Krippen-, Kindergarten- und Hortplätze aufzulegen. Der Fördersatz solle mindestens 90 Prozent betragen. red