Stadtbusverkehr bleibt bei den Stadtwerken Bayreuth

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Der Bayreuther Stadtrat hat beschlossen, den Stadtbusverkehr ab 2027 erneut direkt an die Stadtwerke Bayreuth zu vergeben. Der neue Vertrag läuft zehn Jahre bis Ende 2036, eine Verlängerung um bis zu fünf Jahre ist möglich.

„Ein leistungsfähiger Stadtbusverkehr ist Daseinsvorsorge und ein wichtiger Baustein für eine lebenswerte Stadt“, betont Oberbürgermeister Andreas Zippel. Für die Fahrgäste bedeutet der Beschluss Verlässlichkeit: Das Stadtbusangebot soll aufrechterhalten bleiben.

Auch Markus Rützel, Geschäftsführer der Stadtwerke Bayreuth, freut sich über den Beschluss: „Wir verstehen das als Vertrauensbeweis. Dass wir Bayreuth weiter mobil machen dürfen, ehrt uns und ist zugleich Ansporn.“

6,7 Millionen Fahrgäste

Dass das ÖPNV-Angebot in Bayreuth angenommen wird, zeigen die jüngsten Fahrgastzahlen. 2025 haben mehr als 6,7 Millionen Menschen die Bayreuther Stadtbusse genutzt. Es war zugleich das vierte Wachstumsjahr in Folge. Sichtbar wurde die Entwicklung unter anderem an der Universität: Zwischen Innenstadt und Campus fahren in Spitzenzeiten inzwischen bis zu zehn Busse pro Stunde.

Ein Zukunftsthema bleibt die Umstellung der Busflotte. Ziel der Stadt ist es, den Stadtbusverkehr emissionsfrei zu machen. Dafür erarbeiten die Stadtwerke derzeit ein Elektrifizierungskonzept. „Eine Umstellung der Busflotte ist ein enormes Investitionsprojekt. Ohne Förderung wird das nicht gehen. Land und Bund stehen hier eindeutig in der Pflicht“, so Zippel

Keine Mitbewerber

Die Direktvergabe als öffentlicher Dienstleistungsauftrag ist ein rechtlich geregeltes Verfahren. Vereinfacht gesagt kann eine Stadt ein eigenes kommunales Unternehmen mit dem Stadtbusverkehr beauftragen, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Nach der europaweiten Aussschreibung sind keine Anträge anderer Unternehmen eingegangen.  red