Landwirte leben Nachhaltigkeit

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Landwirte denken in Generationen. Den Betrieb einmal an die eigenen Kinder weiterzugeben, ist für die meisten wohl die Wunschvorstellung. Dieses Wertegerüst kann helfen, einen Weg zu finden durch eine herausfordernde Zeit.

Wie im Brennglas konzentrieren sich auf den Höfen die aktuellen Probleme: Die Kosten steigen, weil Diesel und Dünger an fossilen Rohstoffen hängen, die Deutschland importieren muss. Das Wetter schlägt häufiger um in Extreme. Ohne Wasser kann keine Nutzpflanze überleben. Ein Unwetter kann in Minuten die Arbeit vieler Monate vernichten.

Sich anzupassen an diese durch den Klimawandel in Zukunft wohl noch viel häufiger auftretenden Ereignisse, braucht Zeit und Geld. Die Produktion in Deutschland ist teuer, nicht nur in der Industrie, auch in der Landwirtschaft. Hohe Standards und viel Bürokratie verursachen Kosten, die Wettbewerber in anderen Teilen der Welt nicht haben – und die Verbraucher nicht bereit sind zu tragen.

Den einen Ausweg für alle aus dieser schwierigen Lage gibt es nicht. Am Beginn der Suche nach der Zukunft könnte die Frage stehen: Was muss geschehen, dass ein Hof auch künftige Generationen noch ernährt? Vielleicht ist ein Teil der Antwort, sich unabhängiger zu machen von Dingen, die man nicht beeinflussen kann.