„Klaus Peter Söllner hat Landkreis 40 Jahre geprägt“

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Der frühere Landrat Klaus-Peter Söllner (Mitte) wurde mit der Kommunalen Verdienstmedaille in Gold ausgezeichnet. Mit im Bild Staatssekretär Sandro Kirchner und die Regierungspräsidentin von Unterfranken, Susanne Weizendörfer. BayStMI/Danil Löb
Der frühere Landrat Klaus-Peter Söllner (Mitte) wurde mit der Kommunalen Verdienstmedaille in Gold ausgezeichnet. Mit im Bild Staatssekretär Sandro Kirchner und die Regierungspräsidentin von Unterfranken, Susanne Weizendörfer. BayStMI/Danil Löb

Dank und Anerkennung für jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement um die Kommunale Selbstverwaltung: Innenstaatssekretär Sandro Kirchner (CSU) hat 40 Persönlichkeiten Kommunale Verdienstmedaillen in Gold und Silber verliehen.

In einer Feierstunde in den Räumlichkeiten der Regierung von Unterfranken dankte Kirchner den Geehrten: „Ich möchte Ihnen, auch im Namen der Bayerischen Staatsregierung, für Ihr beispielhaftes Engagement danken. Unsere Gesellschaft braucht Menschen wie Sie, um das Vertrauen in die Kommunalpolitik stark und lebendig zu erhalten.“

Richtungsweisend

Die Kommunale Verdienstmedaille in Gold erhielt Klaus Peter Söllner. In seiner Laudatio hob Staatssekretär Kirchner hervor, dass der frühere Landrat seit mehr als 40 Jahren wie kaum ein Zweiter das kommunalpolitische Geschehen im Landkreis Kulmbach und weit darüber hinaus geprägt habe.

Dies gelte gleichermaßen für sein richtungsweisendes Engagement als Erster Bürgermeister der Stadt Stadtsteinach von 1990 bis 1996 als auch für sein herausragendes und beispielgebendes Wirken als Landrat des Landkreises Kulmbach von 1996 bis 2026. Während seiner sechsjährigen Amtszeit als Erster Bürgermeister habe er Stadtsteinach kontinuierlich voran gebracht und wesentliche Konzepte zur Verbesserung der Infrastruktur entwickelt.

Steinachtalhalle gebaut

Mit dem Bau der Steinachhalle sei ein multifunktionaler Veranstaltungsort geschaffen worden, mit dem zugleich die Stadt ein hervorragender Ort für Großveranstaltungen und den Bürgerinnen und Bürgern ein Ort für Familienfeierlichkeiten habe.

Die Ausweisung und Erschließung neuer Baugebiete habe die Zuzugsmöglichkeiten für junge Familien verbessert und für eine positive Bevölkerungsentwicklung gesorgt.

Nachfolgend von Klaus Peter Söllner verantwortete Investitionen und Entscheidungen für die Umwandlung des Kreiskrankenhauses in die Fachklinik Stadtsteinach, für das Alten- und Pflegeheim sowie die Kurzzeitpflegestation seien zum Grundstein der positiven Gesamtentwicklung Stadtsteinachs geworden.

1996 habe sich Klaus-Peter Söllner erstmals erfolgreich der Wahl zum Landrat des Landkreises Kulmbach gestellt, der vier Wiederwahlen, jeweils mit beeindruckendem Votum der Bürgerinnen und Bürger, folgen sollten.

In diesen 30 Jahren habe sich Klaus Peter Söllner mit unvorstellbarer Einsatzbereitschaft und niemals nachlassender Intensität für die Belange seines Landkreises eingesetzt. Seine juristische Ausbildung und die kommunalpolitische Erfahrung, sein diplomatisches Geschick und seine integrierende Amtsführung hätten ihn schnell zu einem geachteten, überaus kompetenten Landrat werden lassen, der seine Ideen und Impulse für die strategische Ausrichtung des Landkreises in trag- und konsensfähige Resultate verwandelt habe.

Wirtschaft gefördert

Die Förderung der heimischen Wirtschaft habe er von Beginn an zur „Chefsache“ gemacht, die Stabsstelle „Wirtschaftsoffensive Kreis Kulmbach“ geschaffen und nachhaltige Zeichen für eine unternehmerfreundliche Begrüßungskultur gesetzt.

Es seien große Anstrengungen und erhebliche Investitionen gefolgt, um den Bildungsstandort Kulmbach auf allen Ebenen voranzubringen. Beispielhaft seien hier die Entwicklung des Beruflichen Schulzentrums Kulmbach zu einem der größten in Oberfranken zu nennen, der nach Ausbau erreichte hohe Standard der beiden Gymnasien und der Realschule und der flächendeckende Aufbau hochwertiger Ganztagsangebote.

Vor diesem Hintergrund sei für Klaus Peter Söllner auch die Begleitung der Stadt Kulmbach auf dem Weg zur Universitätsstadt ein wichtiges Anliegen gewesen, das 2019 zur Eröffnung der Fakultät für Lebenswissenschaften: Lebensmittel, Ernährung und Gesundheit der Universität Bayreuth am Standort Kulmbach geführt habe.

Klimaschutz essenziell

Klimaschutz und die Erhaltung natürlicher Ressourcen seien von ihm als essenzielle Themen erkannt und konkret umgesetzt worden. Die schon im Jahr 1998 gegründete „Energieagentur Oberfranken“, zunächst als Pilotprojekt gestartet, sei heute eine bedeutende Einrichtung, die mit großer Kompetenz der enormen Nachfrage an Beratung zu Energieeinsparmöglichkeiten begegnet und, fusioniert mit der Energieregion Nürnberg, das Informations- und Beratungsangebot nochmals optimiert habe.

Aus vielen weiteren Visionen klimafreundlichen Agierens hätten sich in seiner Amtszeit viele konkrete Klimaschutzprojekte entwickeln, die dem Landkreis im Bereich Umweltschutz eine Spitzenstellung in Bayern bescherten. Staatssekretär Sandro Kirchner: „Diese Ausweitung der Aufgabenfülle und die damit verbundene Dynamik beim Anstieg der Ausgaben wären ohne das vorausschauende finanzielle Geschick Klaus Peter Söllners nicht realisierbar gewesen.“

So aber stehe der Landkreis heute finanziell solide da und blicke derzeit auf den niedrigsten Schuldenstand seiner jüngsten Geschichte.

Auch im Bereich oberfränkischer Tourismus habe Klaus Peter Söllner durch erfolgreiches Netzwerken die regionale Identifikation mit der Eigenmarke „Kulmbacher Land“ stetig weiterentwickelt und für steigende Besucherzahlen gesorgt.

Auch im Bezirkstag

Seit 2018 ist Klaus Peter Söllner im Bezirkstag Oberfranken vertreten und wurde 2023 zum Bezirkstagvizepräsident gewählt. Parteiübergreifend wertgeschätzt sei er auch in diesem Gremium ein überaus gefragter Fachmann und Ratgeber.  red