Mit dem symbolischen Spatenstich durch das Dekans-Ehepaar Ulrike Schorn und Markus Müller, Bürgermeister Bernd Rebhan und Geschäftsführer Johannes Müller vom Architekturbüro H2M aus Kulmbach begannen die Bauarbeiten für die neu entstehende evangelische Kita in Küps. Auch die stellvertretende Kiga-Leiterin der "St.-Jakobi Strolche", Elke Pfosch, sowie die Vertrauensfrau des Kirchenvorstands Küps, Christina Sammet, griffen gerne zum Spaten, um damit den offiziellen Startschuss für die lang herbeigesehnte Baumaßnahme zu geben.

"Ich freue mich sehr, dass es endlich losgeht", erklärte Bürgermeister Bernd Rebhan, der zu dem kleinen Festakt des Weiteren Planer und Bauleute sowie Pfarrer Reinhold König und Mitglieder des Kirchenvorstands begrüßen konnte.

Das erste Gespräch in dieser Angelegenheit hatte bereits am 14. November 2017 mit der damaligen Dekanin Dorothea Richter stattgefunden. Hintergrund waren die beengte Lage im Küpser Kindergarten sowie insbesondere auch das Fehlen einer Kinderkrippe für die unter Dreijährigen gewesen.

"Derzeit besuchen 44 Kinder den Kindergarten. Damit hat der größte Ort des Marktes Küps den zweitkleinsten Kindergarten", verdeutlichte der Bürgermeister. Zudem befinden sich aktuell alle Kinderkrippen nördlich der Rodach, während der Kernort selbst keine Krippenplätze vorhält.

Beeindruckende Zahlen

Im Marktgemeinderat wurde die Thematik erstmals Ende Januar 2018 behandelt. Rebhan hatte dabei das damals noch bebaute Grundstück der Geschwister Pause als Standort und die Fördermöglichkeiten über die Förderoffensive Nordostbayern ins Spiel gebracht. Der Beschluss für den Ankauf zum Preis von 122 595 Euro zuzüglich Nebenkosten erfolgte in der Sitzung am 18. September 2018. Beschlossen wurden die Übernahme des Bestandsgebäudes durch den Markt als Tauschfläche, der Neubau des Kindergartens sowie die Schaffung von Kurzzeit-Parkplätzen vor dem Neubau. Im März 2019 wurden die Abbrucharbeiten an die Firma Reuther vergeben und bei der Juli-Sitzung 2019 Mehrkosten von rund 77 000 Euro für die Bodenstabilisierung und Herstellung des Fundamentplanums mitgeteilt. Die Vergabe erfolgte am 17. September 2019 ebenfalls an die Firma Reuther mit Gesamtkosten von rund 155 000 Euro.

Auf die Gesamtkosten von rund 608 000 Euro inklusive Grunderwerb erhält der Markt eine Förderung der Förderoffensive Nordostbayern und des Amtes für Ländliche Entwicklung Bamberg von rund 426 000 Euro, so dass ein Eigenanteil von circa 182 000 Euro verbleibt.

"Ich stehe hinter jedem Euro", bekundete Rebhan, dass es sich um eine strategische Leitentscheidung handele. So befindet sich der Neubau in direkter Umgebung zum bisherigen Kindergarten, zur Schule, zum Pfarrhaus und zum Luthersaal.

Der Neubau schlägt mit rund drei Millionen Euro zu Buche. Die staatlichen Zuweisungen betragen rund 1,9 Millionen Euro. Abzüglich des Anteils der evangelischen Kirchengemeinde Küps von rund 145 000 Euro und der evangelischen Landeskirche von 200 000 Euro ergibt sich ein Anteil für den Markt Küps von rund 766 000 Euro.

"Nun bekommt der Kernort endlich eine Kinderkrippe", freute sich der Bürgermeister. Den Eigenanteil leiste man gerne, baue man doch für die Kleinsten und damit für die Zukunft.

Sein Dank galt dem Freistaat für die hohe Förderung, dem Ingenieurbüro H2M aus Kulmbach mit Geschäftsführer Johannes Müller und der Architektin Dimitra Papadimitriou, der Bauleiterin Beton-Rohbau Carolin Stelzner von der Firma Franz Hofmann Bau aus Sonnefeld sowie vor allem Christian Ebertsch und Torsten Michel von der Verwaltung.

Respekt vor der Kirchengemeinde

Größten Respekt zollte er der evangelischen Kirchengemeinde als Träger der Einrichtung für den Mut, ein solches Projekt anzugehen, hier insbesondere dem Kirchenvorstand mit der Vertrauensfrau Christina Sammet und ihrer Vorgängerin Elke Baumann.

"Es wurde vieles in Bewegung gebracht, um heute hier stehen zu können", würdigte Markus Müller in Doppelfunktion als Dekan und derzeitiger Geschäftsführer des Pfarramts Küps. Ein großer Dank galt dem Bürgermeister und seiner Verwaltung für die Generierung der hohen Fördermittel.

H2M-Geschäftsführer Johannes Müller hoffte, im Mai/Juni 2021 Richtfest feiern zu können. Er rechnete mit einer Bauzeit von rund einem Jahr. Nach Fertigstellung der Außenanlagen hoffe man auf eine Übergabe im Frühjahr 2022.

Laut Bauleiterin Beton-Rohbau Carolin Stelzner werde am kommenden Montag die Baustelle eingerichtet und am Dienstag ein Kran aufgestellt. Die Auffüllung des Geländes soll vor Weihnachten abgeschlossen sein.

Der Neubau bietet - neben den Krippenräumen im Erdgeschoss für zweimal zwölf Kinder unter drei Jahren - auch Platz für zwei Regelgruppen mit je 25 Plätzen im Obergeschoss. Hinzu kommen ein Kinderbistro, Intensivräume sowie ein großer und lichtdurchfluteter Spielflur.