Steinbach /Wald —  Die Nachfrage nach Bauland in der Gemeinde Steinbach am Wald ist ungebrochen. Einmal mehr schuf das Gremium jetzt weitere Baurechte – dieses Mal in der „Blumenstraße“ in Hirschfeld sowie in Buchbach mit der Erweiterung des bestehenden Bebauungsplans „Langenbach“.

In Hirschfeld sollen, oben rechts auf der noch freien Wiese, drei neue Bauparzellen geschaffen werden. In Buchbach entstehen zwei Bauplätze, wobei auf dem größeren bereits ein Wohnhaus in Planung ist und noch heuer errichtet wird. Zu den jeweils vom Ingenieurbüro IVS aufgestellten Planentwürfen hat mittlerweile die öffentliche Auslegung stattgefunden.

In der Gemeinderatssitzung stellte Dipl.-Geograph Norbert Köhler die Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen vor. Die größtenteils formellen Hinweise, Anregungen und Äußerungen wurden zur Kenntnis genommen bzw. beschlossen und in den Planungen ergänzt. Hierzu zählten insbesondere aus Brandschutzgründen, wie von Kreisbrandinspektor Harald Schnappauf eingebracht, in Hirschfeld das Schaffen einer Wendeanlage am Ende der Straße sowie in Buchbach der Ausbau der Erschließungsstraße. Seitens der Bürger waren keine Äußerungen eingegangen. Die Bebauungspläne wurden als Satzung beschlossen, so dass nun für beide Baugebiete Baurecht herrscht. „Wir haben damit ein weiteres Mal gute Möglichkeiten geschaffen, damit Bauwerber ihre Eigenheime in unserer Gemeinde errichten können“, freute sich Bürgermeister Thomas Löffler ( CSU ).

Energiewende wird forciert

Das Gremium beschloss die Einführung eines kommunalen Energiemanagements mit Unterstützung einer Energieberatungsagentur für die gemeindlichen Gebäude ab 1. Januar 2023, vorbehaltlich einer staatlichen Förderung. Dadurch sollen die Verbrauchsentwicklungen bei Wärme, Strom und Wasser beurteilt und ein sparsamer und effizienter Betrieb der Anlagen vor Ort ermöglicht werden. Die Gesamtkosten für die Projektjahre 2023 bis 2025 betragen circa 75.000 Euro; diese können bis zu 90 Prozent gefördert werden.

Wolfgang Böhm, Prokurist der Energieagentur Nordbayern, informierte in einem Sachvortrag über das Leistungsangebot seiner Firma. Das kommunale Energiemanagement versetze, so der Prokurist, Kommunen in die Lage, ihre Energiekosten korrekt zu erfassen, sie richtig einzuordnen und geeignete Effizienzmaßnahmen umzusetzen.

„Um Immobilien für die Zukunft zu rüsten, müssen wir weg von fossilen, hin zu erneuerbaren Energien“, appellierte Böhm. Zu schaffen sei die Energiewende nur durch eine Energieeinsparung , zumal sich der Energieverbrauch – seiner Meinung nach – in naher Zukunft sicherlich verdopple bis verdreifache. In der Gemeinde Steinbach will man Freizeit- und Tourismuszentrum, Rennsteighalle, die Schulen in Windheim und Steinbach sowie Rathaus und Bauhof, inklusive der Kläranlagen bzw. Wasseraufbereitungsanlagen hinsichtlich der Nutzung von Photovoltaik überprüfen. „Wir prüfen alles auf Photovoltaik – ob auf dem Dach, als Freifläche oder in Kombination“, kündigte er an. Die Zustimmung erfolgte einstimmig. Als nächster Schritt erfolgt nun für den Projektstart Januar 2023 die Förderantragstellung bei Land und Bund.