Der Stadtrat Wallenfels verabschiedete die Genehmigungsplanung für das Ärztehaus . Bürgermeister Jens Korn ( CSU ) wies auf die Wichtigkeit von Hausärzten in der Stadt hin. Damit sei eine entsprechende Lebensqualität vor Ort gegeben.

Der Arzt , Ulrich Voit, sei ein richtiger Glücksfall, indem er seit knapp zehn Jahren die kommunale Landarztpraxis betreibt. Dieser stellte sein Konzept vor: Mit wenigen Patienten begonnen, habe man eine Chance genutzt. Mittlerweile sei die Zahl seiner Patienten in der Flößerstadt versechsfacht worden. Vor rund einem Jahrzehnt sei der Mangel an Hausärzten erstmals wahrnehmbar geworden. Nach der Wende habe es 17 000 Medizin-Studienplätze gegeben, heute seien es lediglich 9000. Der erste ordentliche Lehrstuhl für Allgemeinmedizin sei erst 2013 in Erlangen geschaffen worden. Das medizinische Versorgungszentrum Stutz und Voit möchte Studierende von der Uni holen und auch in Wallenfels ausbilden. „Auch der Mangel hat seine Chancen. Es riecht nach Veränderungen“, betonte Voit.

Weichen gestellt

Durch eine rechtzeitige Weichenstellung habe man die Möglichkeit, jederzeit Ärzte anzustellen. Mit der geschaffenen Struktur mit Voll- und Teilzeitmedizinern betreue man heute 3600 Hausarztpatienten.

Bürgermeister Jens Korn sah in der neuen Ausbildung eine entscheidende Chance für die Arztversorgung vor Ort. Man sei mittlerweile räumlich an die Grenzen gekommen. Mit dem Ärztehaus wolle man eine neue Stufe in der ärztlichen Versorgung beschreiten.

Architekt Kersten Schöttner stellte die Nutzungsänderungen des Gebäudes Marktplatz 11-12 vor. Derzeit sei man in den Nebengebäuden des Kulturzentrums völlig eingeengt. Die ehemalige Schmidtbank am Marktplatz müsse zunächst komplett entkernt werden. Im hinteren Bereich sei ein Ersatzneubau geplant. Das Gebäude wird mit einem Plattformlift ausgestattet. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,5 Millionen Euro. Die Fertigstellung sei Ende des nächsten Jahres geplant. Nach einer Diskussion stimmte der Stadtrat der Genehmigungsplanung zu. Der Bauantrag wird demnach baldmöglichst eingereicht.

Kneipp-Park

Ferner beauftragte man den örtlichen Architekten Schöttner, eine Grobplanung für den Kneipp-Park am Leugnitztal anzufertigen. In der nächsten Stadtratssitzung will das Gremium entscheiden, ob es das Projekt in diesem größeren Rahmen – er sieht unter anderem einen Barfußpfad und eine Floßstation vor – angehen will. Die ursprüngliche Idee eines Workshops war, ein Kneipp-Becken zu bauen. Im Zusammenwirken mit der Nachbargemeinde Presseck könnte man über das Leaderprojekt Frankenwald-Allianz für die große Lösung mit 70 Prozent Zuschuss rechnen.

Der Stadtrat stimmte dem Erlass der Verordnung über die Reinhaltung und Reinigung der öffentlichen Straßen und die Sicherung von Gehbahnen im Winter in der vorgelegten Entwurfsfassung zu. Die Satzung tritt bereits zum 1. Juni in Kraft.

Nach mehreren Bauvoranfragen in der Schnaid sollen Grundstücke im Außenbereich dem Innenbereich zugeordnet werden. Der Stadtrat stimmte dem Satzungsentwurf zu. Beibehalten werden die Kosten für den Zeltplatz. Wie bisher werden für Erwachsene 3,50 Euro und für Kinder zwei Euro pro Nacht fällig. In diesen Beträgen ist der freie Eintritt ins Freibad beinhaltet.

Der Bürgermeister berichtete noch über laufende Maßnahmen. Demnach läuft die Neugestaltung des Anwesens Kellerstraße 12. An der alten Schule in Wolfersgrün sind die Dachdeckerarbeiten im Gange. Für den Friedhof in Wallenfels wird gerade die Statik ausgewertet. Die Breitbandarbeiten im Gewerbegebiet wurden aufgenommen.