Die Stadt Kronach will am Kaulanger eine Markt- und Schutzhütte errichten. Bereits vor einiger Zeit hatte der Marktleiter angeregt, eine der Scheunen zu räumen und für Besucher des Marktes, insbesondere bei schlechtem Wetter, freizumachen, sagte Bürgermeisterin Angela Hofmann (CSU) in der Sitzung des Verwaltungsausschusses.

Schnell musste man feststellen, dass dies aus bautechnischen Gründen nicht praktikabel erschien. Die Bauverwaltung hat sich deshalb Gedanken gemacht, wie dieses Problem zu lösen wäre. Nunmehr soll gegenüber der öffentlichen WC-Anlage eine offene Überdachung errichtet werden. Damit könne neben dem Marktgeschehen auch der Treffpunkt für Fahrgäste der Busse verbessert werden. Baulich seien die Fertigteile so angeordnet, dass sie nicht weiter stören und im Bedarfsfall auch versetzt werden können. Zweiter Bürgermeister Michael Zwingmann (FW) hätte gerne den Kaulanger Platz in Gänze entwickelt gesehen. Der Vorschlag der Verwaltung wurde nach den Zustimmungen der einzelnen Fraktionen einstimmig befürwortet.

Keine Pflichtaufgabe

Ebenso einstimmig abgelehnt wurde ein Antrag der AfD für die Förderung von kleinen Balkonkraftwerken in der Stadt. Stadtrat Harald Meußgeier hatte hierfür einen entsprechenden Antrag eingereicht. Die Bürgermeisterin sagte, dass der Antrag formell behandelt werden müsse. Der Name Balkonkraftwerk sei fast zu weitreichend, weil es sich dabei lediglich um zwei PV-Module handele. Es sei keine Pflichtaufgabe der Stadt, deshalb könne man dem Antrag auch nicht nachkommen.

Gleichwohl könne man die Situation bei den Energiepreisen verstehen und den Bürger zu solchen Anlagen nur raten. Stadtrat Ralf Völkl (SPD) sah ebenfalls einen wichtigen Aspekt in der Privatanwendung. Die Stadt müsse, wenn es machbar ist, erst ihre eigenen Gebäude entsprechend ausstatten, bevor man Mittel in die Privatförderung investieren könne, sagte er.