Der Werkausschuss der Stadt Kronach hat sich in der Sitzung am Montag mit dem Wirtschaftsplan für 2023 befasst. Bürgermeisterin Angela Hofmann schickte dazu voraus, dass man, fast erwartungsgemäß in dieser bewegten und unsicheren Zeit, ein größeres Defizit als im Vorjahr schreiben wird. Dennoch gelte es aber, in die Zukunft zu blicken. Sie bat das Gremium deshalb, dem Wirtschaftsplan 2023 zuzustimmen. Es folgte der Bitte und empfiehlt dem Stadtrat Kronach die Annahme des Wirtschaftsplanes 2023.

Dieser weist im Erfolgsplan Erträge von 5,34 Millionen Euro und Aufwendungen von 7,965 Millionen Euro aus. Kaufmännischer Leiter Johannes Meitner erörterte nähere Details. Im Erfolgsplan stehen 3.912.700 Euro zu Buche. Der Ausgleich für den Liquiditätsverlust durch die Stadt Kronach beläuft sich auf insgesamt 2.189.500 Euro . Davon entfallen circa 350.000 Euro auf Investitionen. Durch die Stadtwerke sind an die Stadt Kronach circa 100.000 Euro Verwaltungskostenbeitrag zu leisten.

Die Gesamtbelastung der Stadt Kronach aus dem Wirtschaftsplan beträgt rund 2,1 Millionen Euro . Insgesamt für alle fünf Betriebszweige ist ein Jahresergebnis von minus 2,5 Millionen Euro geplant. Dabei schlägt allein das Crana Mare mit einem Minus von 1,8 Millionen Euro zu Buche.

Geplante Investitionen

Mit Ausnahme des Energiebereiches wird in allen anderen Betriebszweigen ein negatives Jahresergebnis im Jahr 2023 erwartet. Trotz dem negativen Ergebnis planen die Stadtwerke Kronach als Eigenbetrieb mit den Betriebszweigen Wasserversorgung, Parkdeck, Erlebnisbad, Abwasserentsorgung und Energie Investitionen in Höhe von 2,98 Millionen Euro . Ein Schwerpunkt ist hierbei die Wasserversorgung mit rund 1.090.000 Millionen Euro , davon 600.000 für die Sanierung des Hochbehälters am Kreuzberg.

Weitere Schwerpunkt sind die Erneuerung der Versorgungsleitungen sowie diverse Maßnahmen an den Tiefbrunnen. Im Bereich Abwasser sind 1,265 Millionen Euro Investitionen geplant. Neben Erneuerung von Kanälen in Kombination mit Straßenbaumaßnahmen ist auch die Erweiterung des Betriebsgebäudes veranschlagt.

Für das Crana Mare sind 335.000 Euro vorgesehen. Für den weiteren Ausbau des Energiezweiges sind 250.000 Euro eingeplant.

Anschließend stellte Werkleiter Jochen Löffler eine Vergleichsdarstellung von Stromverbrauch -Erzeugung und Kosten für die Stadtwerke vor. In der Zusammenfassung wies der Werkleiter darauf hin, dass im Jahr 2023 mit Preissteigerungen um den Faktor drei bis vier zu rechnen sei. Das bedeutet, dass finanzielle Aufwendungen, von bisher 500.000 Euro auf rund 1,5 bis 2 Millionen Euro jährlich steigen werden.

Der Strombezug beläuft sich bisher auf rund 2,4 bis 2,5 Millionen Kilowattstunden im Jahr. Die mit Wirkung zum 1. Januar 2023 stark ansteigenden Kosten für den Strombezug stellen die Stadtwerke in allen Betriebszweigen vor besondere wirtschaftliche Herausforderungen.

Ziel muss es daher sein, den Strombedarf zu reduzieren, ohne jedoch die Aufgaben und Pflichten der Ver- und Entsorgung zu vernachlässigen. Der Ausbau der Energieerzeugung, ob durch Photovoltaik oder andere technische Einrichtungen, sollte vorangetrieben werden.

Vorschläge aus dem Gremium

Dies weckte die Kreativität der Räte. Es hagelte konstruktive Vorschläge, nachdem Ralf Völkl (SPD) darum gebeten hatte, alle freien Flächen neben städtischen Gebäuden und Dachflächen von Betriebsgebäuden aufzulisten und einer Prüfung zu unterstellen, inwieweit Photovoltaik machbar wäre. Deren Kapazität an Energieerzeugung sollte primär dem Eigenverbrauch dienen.

Peter Witton (Grüne) forderte dazu ein Kataster zu erstellen, und bedauerte zugleich, dass man nicht schon früher damit begonnen habe. Derzeit seien alle Hersteller und Montagebetriebe ausgelastet. Matthias Simon (FW) sieht große Chancen in der Vernetzung von Photovoltaikanlagen, die von der Stadt installiert werden.

Eine weitere Information an die Räte und Bürger: Über Weihnachten soll die Spitalbrücke für Fußgänger freigegeben werden. Das heißt es soll dann für Fußgänger eine Möglichkeit geben, die Brücke in der Mitte zu passieren. eh