Die Umstellung auf Digital erfordert die Neuanschaffung von Funkmeldeempfängern. Der Gemeinderat Steinbach am Wald beschloss in seiner jüngsten Sitzung, seine Feuerwehren mit insgesamt 140 neuen Endgeräten – sogenannten BOS-Pagern – auszustatten.

„Von der Neuordnung des Funk- und Alarmierungssystems aller Rettungskräfte sind auch die Feuerwehren betroffen“, erklärte Bürgermeister Thomas Löffler ( CSU ). Das Sonderförderprogramm Digitalfunk des Freistaats Bayern übernehme für die Beschaffung solcher Meldeempfänger 80 Prozent der anfallenden Kosten, maximal 550 Euro je Gerät.

Derzeit 143 Aktive

„Bei uns sind aktuell 143 Feuerwehrfrauen und -männer aktiv“, informierte der Bürgermeister. Laut Mitteilung des Ersten Kommandanten Markus Schulz sollen 120 der aktuell im Einsatz befindlichen Funkmeldeempfänger auf die neue digitale Alarmierungstechnik umgestellt werden. Für diese wird die Beschaffung neuer Endgeräte nötig.

Der Freistaat bietet den Gemeinden die Teilnahme an zentralen Ausschreibungen an, um vorteilhafte Konditionen zu erzielen. Die Software der Integrierten Leitstellen ermöglicht die Alarmierung digitaler Pager bereits, auch die Hardware wird derzeit angepasst.

Derzeit wird damit gerechnet, dass die benötigten Pager voraussichtlich beginnend im dritten Quartal 2022 abgerufen werden können. Die Kosten pro Gerät wurden durch einen anderen Leitstellenbereich auf brutto 555,73 Euro ermittelt. Bei Nutzung des Sonderförderprogramms ergibt sich somit bei einer Beschaffung von 140 Pagern ein Eigenanteil von 15.560,44 Euro. Hinzu kommen 1260 Euro für die Anschaffung von 140 BOS-Sicherheitskarten, so dass der Gesamtkostenanteil der Gemeinde 16.820,44 Euro beträgt.

Der genaue Preis steht jedoch erst nach der Ausschreibung fest. Eingeplant werden die Kosten in den Haushaltsjahren 2022 und 2023.

Frank Hirschböck (BLS) bat, mit den Kommandanten auch die vorhandenen Sirenenanlagen zu bewerten, was der Bürgermeister zusagte.

Klaus Neubauer ( SPD ), seit 2015 Flüchtlingsbeauftragter der Gemeinde, gab einen Überblick über die derzeitige Lage. In der Flurstraße 2 leben demnach aktuell zwei fünfköpfige Familien aus Aserbaidschan und dem Irak sowie eine vierköpfige Familie aus der Russischen Föderation. „Hier ist alles noch in der Schwebe“, erklärte er.

In Steinbach am Wald habe eine fünfköpfige iranische Familie eine Wohnung bezogen, wobei beide Elternteile auch Arbeitsplätze in der Gemeinde gefunden hätten. Eine sechsköpfige Familie aus Eritrea lebt in der Gemeindewohnung. Hinsichtlich der Flüchtlinge aus der Ukraine herrsche ein ständiger Wechsel. Am Wochenende seien neun Ukrainer nach Kiew zurückgekehrt. Aktuell lebten im Gemeindegebiet 42 Flüchtlinge, darunter 13 Kinder.

In der Mittelschule Windheim konnte eine Willkommensklasse eingerichtet werden, in der alle ukrainischen Kinder gemeinsam Deutsch lernen und erste Schritte in den Schulalltag unternehmen. Für seine enorme ehrenamtliche Arbeit spendete das Gremium Neubauer großen Applaus.

Bauanträge befürwortet

Grünes Licht gab es für den Neubau einer Garage im Kohlmühlweg 4, die Errichtung eines Reitplatzes im Oberen Dorf 9 in Buchbach, den Wohnhausumbau am Mühlbach 5 in Buchbach sowie den Neubau einer Garage in der Gartenstraße 17.

Die Fertigstellung des „Hauses der Generationen“ in Hirschfeld ist für den 1. September geplant. Die Wohnungen im Dachgeschoss sind bereits vermietet. BRK und Lebenshilfe stehen in den Startlöchern. Beim Heimatabend am 2. Juli zum 800-jährigen Ortsjubiläum von Hirschfeld wird die Dorfchronik an die Bevölkerung übergeben. Gemeinsam mit dem Heimatabend soll auch das 70-jährige Jubiläum der örtlichen katholischen Jugend gefeiert werden. Im Rahmen des Bezirksentscheids „Unser Dorf hat Zukunft“ kommt die Jury am 28. Juni nach Kehlbach.