Wer bei dem Konzert in der Aula des Bildungszentrums Wallenfels dabei war und die Töne der Panflöte auf sich wirken ließ, war begeistert vom Können und der Intensität, mit der Maik Förner das Instrument beherrschte. Er spielt nicht nur, er ist sozusagen eins mit seiner Panflöte. Und das spürt man bei jedem Lied, sei es leise und demütig oder schwungvoll und jubilierend.

Bescheiden ist er, der junge Mann, der sich sein Spiel selber beigebracht und seine Mutter beim Üben oftmals einem Schreikrampf nahegebracht hat. Nun begeistert er seine Zuhörer sowohl im weltlichen Bereich mit Schlagern und Popmusik als auch im kirchlichen Bereich. Für den sehr sozial eingestellten Maik Förner war es deshalb keine Frage, auch bei der Finanzierung für das „Mättela“ zu helfen. Der Panflötenspieler begeisterte bei seinem Konzert mit Schlagern , Evergreens und internationalen Hits.

In der Pause gab es Bratwürste, Wallenfelser Seidla und andere Getränke. Eine gut sichtbare „Spendenbox“ war schon bald gut gefüllt. Hier hatte sich Karin Schmitt etwas sehr Schönes einfallen lassen: Die Holzkünstlerin fertigte kostenlos kleine Nachbildungen des „Mättela“ aus Holz, die sich jeder, der mindestens zehn Euro in die Spendenbox warf, mitnehmen konnte. Bis heute hat sie bereits mehr als 50 Stück gefertigt.

Restaurierung der Steinmarter

Anlass zu diesem Benefizkonzert und der Aktion von Karin Schmitt war die dringend nötige Restaurierung des „Mättela“. Der Heimatgeschichtliche Arbeitskreis hatte bei seiner Hauptversammlung beschlossen, die Kosten dafür „aufzutreiben“. Restaurator Willi Keim aus Roßlach wird das Flurdenkmal restaurieren.

Die Kosten betragen etwa 4000 Euro, damit das „Mättela“ so, wie es ist, erhalten bleibt. Schöner wäre es natürlich, wenn auch die ursprüngliche Inschrift wieder zum Vorschein käme. Hierfür betragen die Kosten aber 5300 Euro. Der Künstler gibt jedoch 30 Jahre Garantie.

Die Finanzierung konnte bereits mit Spenden der Sparkasse (1000 Euro) und der VR-Bank (1000 Euro) sowie dem Erlös des Konzertes (1300 Euro) begonnen werden. Vorsitzender Franz Behrschmidt dankte vor allem Geschäftsleiter Christoph Hohlweg für den spontanen Einsatz, um das Konzert im Bildungszentrum abhalten zu können.

Auch Bürgermeister Jens Korn war voll des Lobes für den Heimatgeschichtlichen Arbeitskreis, der sich so für das „Mättela“ einsetzt. Wallenfels sei voll mit Denkmälern , die Zeugen des Glaubens der Bevölkerung seien. Aber sie müssten alle unterhalten werden, was meist sehr kostenintensiv sei. Deshalb war der Bürgermeister dankbar für das Engagement aus der Bürgerschaft und den Vereinen.

Beeindruckt war Jens Korn davon, dass junge Menschen wie Maik Förner sich so in den Dienst der guten Sache stellen. Und gerade in der heutigen Zeit sei die Musik des jungen Mannes Balsam auf den Seelen der Zuhörer.

Bei Karin Schmitt bedankte sich der Bürgermeister ebenfalls. Sie habe mit ihren Holzkunstwerken schon viel Gutes bewirkt. Korn erinnerte hier an den Engel der Hoffnung, der im letzten Advent verteilt wurde.

Wer noch ein Unikat eines aus Holz gefertigten „Mättelas“ haben möchte, kann dieses gegen eine Spende von mindestens zehn Euro bei Karin Schmitt unter der Telefonnummer 09262/8216 bestellen. Jeder gespendete Euro fließt voll in die Finanzierung der Steinmarter. Und wenn das „Mättela“ restauriert ist und an seinem Platz neu eingesegnet wird, kann man die kleinen Holzmartern mitbringen, sie werden dann ebenfalls gesegnet.