Karl-Henz Hofmann

Die Lucas- Cranach- Stadt lässt keine Gelegenheit aus, um attraktiver zu werden. Bürgermeisterin Angela Hofmann will sowohl für die Bürger der Stadt mehr Leben und attraktive Freizeitangebote als auch für Neubürger, Wohnungssuchende und Touristen das Angebot erweitern und mit einer liebens- und lebenswerten Stadt werben. Da kommt es der Rathauschefin gerade recht, dass das Bayerische Wirtschaftsministerium für ein neues Förderprojekt "Fitnessprogramm für starke Zentren" zur Belebung der Innenstädte auf der Suche nach Modellkommunen ist.

Für das Programm "Starke Zentren" werden fünf Modellkommunen gesucht, in denen innovative und auf andere bayerische Städte übertragbare Lösungsansätze zur Belebung und Funktionssicherung der Ortszentren entwickelt werden. "Wenn nicht Kronach , wer dann?", fragt die Bürgermeisterin selbstbewusst und kann eine ganze Reihe an Aktivitäten aufzählen, die auf eine moderne, innovative Stadtentwicklung hinweisen, aber ebenso auf eine ausbaufähige Infrastruktur.

Sie betont: "In Kronach fällt die Unterstützung aus München auf fruchtbaren Boden." Kronach bewerbe sich vor allem, weil die Stadt in mehreren Punkten Potenziale in der Verbesserung der Aufenthaltsqualität sieht: Leerstände beseitigen, Aufenthaltsqualität für Alt und Jung verbessern, Lebensmittelversorgung durch regionale Anbieter in der Innenstadt sicherstellen, gastronomische Vielfalt weiter ausbauen (im Sinne der Genussregion), attraktive einladende Boutiquen ziehen Kunden in die Stadt , ansprechendes Stadtmobiliar.

Auch macht der Einzelhandel die Innenstadt attraktiv. "Die Fachgeschäfte bieten ein hochwertiges Angebot und guten Service. Die Inhaber haben nicht aufgegeben, sondern kämpfen weiter, das ist jede Unterstützung wert", unterstreicht Hofmann.

Insgesamt stellt das bayerische Wirtschaftsministerium 250 000 Euro für das Förderprojekt zur Verfügung. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger dazu: "Gesunde Innenstädte mit Einzelhandel , Gastronomie Nahversorgung und Veranstaltungen machen die hohe Lebensqualität in unseren Städten und deren Charme für Besucher aus. Seit Jahren geht der Trend durch den Boom im Online- Handel oder Einkaufszentren am Ortsrand in die entgegengesetzte Richtung. Ladenlokale in bester Lage stehen leer. Einzelhändler und Gastronomen sperren zu, die Innenstädte bluten aus. Corona wirkt auf diese Probleme zusätzlich wie ein Brandbeschleuniger. Deshalb brauchen wir Impulse und kreative Ideen, wie wir die Attraktivität und die Versorgungsfunktion der Oberzentren wieder steigern."