Karl-Heinz Hofmann

Die Schüler der Grundschule Weißenbrunn beschäftigen sich eine Woche lang mit einem Projekt über Gesundheit, Nachhaltigkeit, Achtsamkeit. Hierzu waren die Klimamacher der Energievision Frankenwald in den Klassen und vermittelten, kindlich verständlich, die Zusammenhänge zwischen Gesundheit, Nahrung, Natur- Umwelt- und Klimaschutz .

Klimaschutz soll in die Schulen

Ziel des Projektes „KlimaMacher“ ist es, Klimaschutz an Schulen zu bringen und Schülerinnen und Schüler einem klimafreundlichen Lebensstil näherzubringen. Und dass diese Projektwoche gefruchtet hatte, konnte Robert Kern in der Abschlussrunde erstaunt feststellen. Die Schüler waren korrekt und sicher in ihren Antworten auf die Fragen, die der KlimaMacher ihnen zur Erde, Klima und Achtsamkeit stellte. Keine guten Noten erhielt der Planet Erde auf die Frage, auf welchem Planeten man gerne leben würde. „Ich glaube, der Welt geht es im Moment sehr gut!“ Auf diese Behauptung gab es sehr große Skepsis der Kinder. Diese Skepsis betätigten die anschließenden Memories an der Leinwand. Diese erinnerten in weiter Vergangenheit an eine rundum grüne und freundliche Erde. Die heutige Erde dagegen weist viele dunkle und rote Flecken auf, die für Brandgefahr und Feuer stehen. Was dabei deutlich wird, ist der Klimawandel, sagt der Referent – und eine Schülerin ergänzt, wir hatten schon mehr Bäume auf der Welt und Bäume saugen schlechte Luft auf und geben frische Luft ab.

Wasserverbrauch als Beispiel

Am Beispiel Wasserverbrauch wurde deutlich, worauf wir Achtsamkeit haben sollten. Jeder Mensch verbraucht in Deutschland rund 120 bis 130 Liter Wasser pro Tag. Im Jahr 1990 waren das noch fast 150 Liter pro Tag. Man sieht also, dass man den Wasserverbrauch mit Achtsamkeit reduzieren kann. Doch wie geht das und kann ich selbst dazu etwas beitragen? Robert Kern verteilte dazu an jeden Schüler zunächst kleine Reagenzgläser und bunte Kügelchen dazu. Schnell wurde klar, wo Wasser eigentlich verbraucht wird. Duschen und Waschen sowie Klospülung, Zähneputzen ist klar, aber in Milch , Nahrung, Kleidung?

Wie den Verbrauch reduzieren?

An der Leinwand projizierte der KlimaMacher für den Wasseranteil unterschiedlich hohe Punktebewertungen, die Punkte wiederum wurden anhand der Kügelchen ins Reagenzglas befördert. Wie kann ich den Wasserverbrauch reduzieren. Den Wasserhahn abstellen beim Zähneputzen, weniger Baden, weniger Duschen oder die Zeit verkürzen. Erstaunen gab es beim Tee , denn dieser verursacht hohen Wasserverbrauch beim Anbau bis zur Ernte, weil er in trockenen Landstrichen angebaut wird.

Von Frage zu Frage wurde es immer erstaunlicher, was die Kinder schon alles über die Klimaeinflüsse gewusst haben. Das kommt nicht von ungefähr, erklärt Rektor Ralf Knöchel. „Das Gebäude wurde rundum energetisch saniert und der Außenbereich wirkt mit einem Schulteich und Klassenzimmer im Grünen wie eine Ökologieoase. Die Erkundung der Natur und aktive Beiträge zum Umweltschutz sind für unsere Schüler selbstverständlich – wir sind zertifizierte Umweltschule mit selbst gepflanztem Schulwald.“

„Die Umweltfrösche“, ein Zusammenschluss von engagierten Kindern, widmen sich regelmäßig ökologischen Themen, wie zum Beispiel Mülltrennung, Energiesparen und mehr und sie haben sogar ihren eigenen Umweltsong komponiert.