Das Trio „La Selva Armonica“ musste aufgrund der Corona Pandemie seinen vor zwei Jahren geplanten Auftritt bis jetzt verschieben. Im ersten Konzert der Reihe VHS-Musikring gab es Klassikstücke von Wolfgang Amadeus Mozart , Jacques Widerkehr, Alessandro Besozzi und Joseph Haydn zu genießen. Es wirkte Leiterin Ulrike Hünefeld an der Traversflöte mit, die auch an der Berufsfachschule für Musik in Kronach pädagogisch tätig ist. Seit zehn Jahren ist sie Mitorganisatorin der Konzertreihe „VHS-Musikring“. Astrid Knöchlein ist Preisträgerin mehrerer Wettbewerbe und spielte die voluminöse Oboe. Ergänzt wurde das Trio von der gebürtigen Amerikanerin Julia Marion. Sie musiziert mit verschiedenen Ensembles der historischen Aufführungspraxis und trat in Kronach am klassischen Fagott auf.

Das Trio „La Selva Armonica“ – die harmonisch, wohlklingenden Holzbläser – hat sich 2009 zusammengefunden, um Musik der Klassik auf historischen Instrumenten der Klassik zu spielen.

Im ausgehenden 18. Jahrhundert entstand ein neuer Musikstil, in dem die Melodie in den Vordergrund trat, die Harmonien einfacher wurden und die Musik „klassische“, klare Strukturen erhielt. Übrigens kam zu dieser Zeit auch reine Blasmusik in Mode.

Neue Gattung

Um 1770 entstanden sogenannte „Harmoniemusikanten“ – Bearbeitungen bekannter Werke für eine reine Bläserbesetzung, die vor allem bei Freiluft- und Tafelmusikanten gespielt wurden. Sozusagen als Äquivalent zum Streicherquartett etablierte der Komponist Anton Reicha eine neue Gattung: das Holzbläserquintett. Aber auch für kleinere Bläserbesetzungen entstanden neue Kompositionen. Um der Musiksprache dieser Epoche nahezukommen, spielte das Trio „La Selva Armonica“ auf Kopien historischer Instrumente der Klassik . Der Klang dieser Instrumente ist schlank und beweglich, neue Klappenmechanismen an den Instrumenten ermöglichen – im Gegensatz zu Barockinstrumenten – höhere Virtuosität und Ausgeglichenheit.