Zum Thema Energiewende , 10H-Regelung und Windenergie im Frankenwald:

Ministerpräsident Söder möchte „grün“ wirken – bei der Windenergie bleibt er hart! Hat er Angst um seine Umfragewerte?

Die Berechnungen der Infraschall-Belastung waren jahrelang falsch – viel zu hoch! Gerade diese Werte waren ein wichtiger Grund der Windkraftgegner. Naturschutzverbände und das „Bündnis Vernunftkraft“ – klagt gegen jedes neu geplante Windrad – wollen lieber die Atomkraftwerke weiterlaufen lassen. Hier sei ein Hinweis zu einem Bericht im „Wochenspiegel“ über die „Kinderhilfe Tschernobyl – Neustadt/Co.“ erlaubt. Demnach wird in 100 000 Jahren die radioaktive Strahlung in Tschernobyl abgebaut sein.

Man versucht mit allen Mitteln, die Windenergie zu verhindern und die Bevölkerung vor Ort gegen den Bau neuer Windräder aufzubringen. „Insekten-Vernichter“, „Vogel-Schredder“ und vieles andere mehr wird den Windrädern angedichtet. Aber eigentlich geht es doch einfach darum: Man will die Windräder einfach nicht sehen.

Gerade bei uns im Frankenwald stehen die Politiker und Amtsträger streng zur Meinung der CSU – obwohl, wer durch den Frankenwald fährt oder wandert, sieht die Folgen der menschengemachten Klimaerwärmung, wenn er die Augen nur aufmacht. Unsere Fichtenwälder sterben, sind großflächig schon abgeholzt oder stehen noch als tote Bäume im Wald, und es ist absehbar, dass es heuer mit dem Borkenkäfer nicht besser wird. Mich, der auch etwas Wald besitzt, deprimiert der Anblick jedes Mal aufs Neue.

Wo sind nur die Waldbesitzer, die Kollegen, die von Haus aus gute Beziehungen zur CSU haben. Unsere Väter und Großväter haben sich Wald gekauft und gepflegt als Sicherheit in schlechten Zeiten und wir lassen alles so geschehen, ohne nach Lösungen zu suchen. Die Fichte werden wir nicht mehr retten, aber trotzdem können wir gegen die Klimakrise mehr tun.

Macht Druck bei den Abgeordneten und in der CSU – die 10H-Regelung muss weg! 10H bedeutet der Abstand zu Wohnhäusern oder Wohngebieten vom Windrad bei neuen Anlagen die 10-fache Höhe – circa zwei Kilometer.

Mein Vorschlag: alle Haushalte im 10H-Bereich der Windanlagen bekommen einen merklichen Abschlag bei ihrer Stromrechnung.

Ich hätte kein Problem, sollte auf dem heimischen Kienberg Windräder stehen – ja ich würde mich darüber freuen, dass wir endlich auch im Landkreis Kronach mehr gegen die Klimaerwärmung tun.

Ich möchte in 20 Jahren, sollte ich noch leben, nicht sagen „Ich wusste ja von nichts“ oder „dass es so schlimm wird, hat niemand wissen können“.

Nein, wir wissen schon seit über 30 Jahren, was passiert, wenn wir die Energiewende nicht schaffen!

Helmut Böhnlein

Knellendorf