Schneckenlohe  —  Die Gemeinde Schneckenlohe ist auf dem letzten Platz, was in diesem Fall ein sehr gute Nachricht ist. Es geht nämlich um die Straftaten im Landkreis. Es habe sich herausgestellt, so Bürgermeister Knut Morgenroth ( SPD ), „dass in Schnecko lauter ordentliche Menschen wohnen.“ Gerade mal zwölf der insgesamt 1987 Straftaten im Landkreis entfallen auf die Gemeinde Schneckenlohe .

Morgenroth nahm die Kriminalstatistik an der jüngsten Gemeinderatssitzung als Anlass, seine Bürger zu loben. Aber nicht nur erfreuliche Punkte fanden sich auf der Tagesordnung, sondern auch Aufgaben, die es zeitnah zu lösen gelte, wie zum Beispiel die Bedarfsplanung für den Hochbehälter Schneckenlohe zur Ermittlung des Sanierungsaufwands. Hier zeigte eine Zustandsliste des Planungsbüros SRP einen aufwendigen Sanierungsbedarf.

Neubau günstiger als Sanierung

Am Ende zeigte es sich, dass ein Neubau des Hochbehälters günstiger sei, als ihn wieder auf den neuesten Stand zu bringen. Ganze 200 000 Euro günstiger nämlich, denn ein Neubau, so wurde berechnet, koste rund eine Million Euro, die Sanierung rund 1,2 Millionen Euro. Die Erwägung, einen anderen Standort in Betracht zu ziehen, verwarf man wieder, denn nur alleine die Verlegung neuer Rohre mache das Vorhaben unrentabel. Laut Empfehlung von SRP sollte der neue Hochbehälter in unmittelbarer Nähe des alten Hochbehälters entstehen.

Nicht ganz einig war sich das Gemeinderatsgremium bei einem Nachtragsangebot der Firma Glückauf aus Sonneberg. Am geplanten Bürgerhaus machen ein Schneefanggitter, Sicherheitshaken, Dunstrohraufsatz, Blitzschutzstützen und ein Dachfenster weitere 5100 Euro erforderlich – davon waren nicht alle Räte begeistert. Das gleiche Abstimmungsergebnis, nämlich acht zu vier Stimmen, gab es auch hinsichtlich der Putz- und Stuckarbeiten. Hier wurde die Verwaltung ermächtigt, den Auftrag an den wirtschaftlichsten Bieter zu vergeben.

So geht’s weiter mit der Allianz

Morgenroth informierte im Rahmen der Sitzung auch über Handlungsfelder und Maßnahmen der Ilek-Allianz B303+. Ilek ist das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept und hat das Ziel, ökologische, ökonomische und soziale Projekte gemeindeübergreifend zu realisieren. Dazu zählen laut Morgenroth sowohl Dorferneuerung und Flurneuordnung, als auch ländlicher Straßen- und Wegebau. Morgenroth informierte über bisherige Schritte, gab aber auch einen Ausblick auf das, was in der Zukunft geplant sei. Die Handlungsfelder, die als Grundlage dienen, beträfen unter anderem Wirtschaft und Energie, Naherholung, Kultur, Landwirtschaft, Öffentlichkeitsarbeit, Mobilität und die Innenentwicklung.

Als weiteres Vorgehen werde empfohlen, so Morgenroth, einen Maßnahmenkatalog in den Gremien vorzustellen, Ideen einzuarbeiten, einen Vitalitätscheck zu erarbeiten, eine Bestätigung durch das Amt für Ländliche Entwicklung einzuholen und das Umsetzungsmanagement auszuschreiben. Ziel des Ganzen sei die Beantragung des Regionalbudgets für 2022.

Für einen Bolzplatz unterhalb der Evangelischen Kirche in Schneckenlohe seien Baggerarbeiten erforderlich, informierte Morgenroth. Rund 5000 koste es, die schräge Ebene in eine gerade Fläche zu verwandeln. Um die Nachbarschaft zu schützen, sollen Netze als Ballfang gespannt werden. Um zwei Tore wolle sich die Gemeinde ebenfalls kümmern.

Das Bachbett wird gereinigt

Das Starkregenereignis am 5. Juni habe dazu geführt, dass sich der Bürgermeister mit dem Kronacher Straßenbauamt unterhalten habe. Jetzt soll eine Wasserbaufirma den Schleichersgraben vor und nach der Brücke an der KC 29 freiräumen, wo sich viel Schlamm abgesetzt habe. „Um den Abfluss zu verbessern, will man jetzt das Bachbett reinigen. Dazu gibt es eine Möglichkeit im September dieses Jahres.“