Die Rothenkirchener waren schon vor 60 Jahren zur fünften Jahreszeit närrisch. Zwar wurde die Faschingsgesellschaft erst 1980 gegründet, aber Narren gab es in Ruotnkerng schon lange vorher.

Der 81-jährige Ehrenschützenmeister der Schützengesellschaft Rothenkirchen , Reinhold Wolf, hat noch gute Erinnerungen an so manch lustigen Gaudiwurm, der sich damals noch am Faschingsdienstag durch den Ort schlängelte und etliche Schaulustige angezogen hat. Seit 1980 gibt es den von der damals gegründeten Faschingsgesellschaft unter dem Markenzeichen "Ruotnkernge Fousanocht" immer am Sonntag am letzten Faschingswochenende den großen Gaudiwurm, der mittlerweile zu einem Volksfest im Frankenwald avancierte. Vorher finden in jeder Session die Büttenabende und seit 20 Jahren auch die Kinderbütt statt. Seitdem gibt es auch Büttenabende in Rothenkirchen .

Dieses Jahr allerdings weder noch. Wegen der Corona-Pandemie müssen die Narren auf ihr gemeinsames Vergnügen verzichten. Auch der beliebte Kinderfasching, der seit 1970 traditionell immer am Faschingsdienstagnachmittag im Schützenhaus große Freude für die Kinder bereitete, muss ausfallen. Er entstand nach dem Neubau des Schützenhauses im Jahr 1970 aufgrund einer Idee des damaligen zweiten Schützenmeisters, Reinhold Wolf. Dieser erinnerte sich an seine Kindheit, als er als Achtjähriger, 1948, selbst schon an einem Kinderfasching als Kapitän verkleidet teilgenommen hat. Auch die großen Narren waren schon in einem Faschingszug 1948 vereinigt. Dieser wurde von Marktgemeinderäten angeführt.

Um die Faschingsfans in ihrer Melancholie etwas aufzuheitern zeigen wir einige Fotos aus längst vergangenen, aber ebenso lustigen und humorvollen Faschingstagen in Rothenkirchen . eh