Der Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde Stockheim erkennt die Notwendigkeit der Umbauarbeiten im Feuerwehrgerätehaus Stockheim inklusive eines Alarmzugangs und der Errichtung von 19 Parkplätzen an. Die Verwaltung wurde beauftragt, weitere Schritte zu veranlassen.

Die Umbauarbeiten im Feuerwehrgerätehaus sind notwendig, da im Bereich der Schlauchwaschanlage neue Umkleideschränke benötigt werden. Ein Alarmzugang und die Schaffung von 19 Parkplätzen sind notwendig geworden, weil auch dies im Bericht der Kommunalen Unfallversicherung Bayern festgestellt wurde.

Die Stützpunktfeuerwehr hat sich bereit erklärt, die Abbrucharbeiten am Schlauchwaschbecken sowie die Verputz-, Fliesen- und Materialarbeiten in Eigenleistung durchzuführen, so Bauamtsleiter Dirk Raupach und Bürgermeister Rainer Detsch (FW).

Kämmerin Eva Kotschenreuther ging auf die Kostenschätzungen für die geplanten Baumaßnahmen ein. In Abschnitt I im Jahr 2021 werde für Alarmzugang, Rückbau Schlauchwaschbecken, neue Schränke, Streichen und Fliesen mit Kosten von etwa 34 160 Euro gerechnet. Abschnitt II wird 2022 durchgeführt, für Bearbeitung der Außenanlagen mit Schaffung von Parkflächen wird mit Kosten von 140 000 Euro kalkuliert. Der Abschnitt III soll frühestens in 2023 durchgeführt werden und bezieht sich auf die Installation von vier neuen Toren, dafür wurden Kosten von rund 23 040 Euro angesetzt. Die Honorarkosten werden auf circa 25 000 Euro geschätzt, so dass für die drei Abschnitte inklusive Honorarkosten mit rund 222 200 Euro gerechnet werden darf.

Rudi Jaros (FW) bat die Verwaltung um eine Kostenaufstellung, was rückwirkend etwa für die vergangenen zehn Jahre für die Stützpunktfeuerwehr ausgegeben wurde. Dies rief den „alten Feuerwehrhasen“ Renald Steger (Bürger für Stockheim ) auf den Plan. Er wies die Aufstellung solcher Statistiken zurück. Stets habe sich das Gremium für Anschaffungen und Investitionen der Feuerwehr viele Gedanken gemacht und einstimmige Beschlüsse gefasst.

Christof Daum ( CSU ) meinte man solle Ausgaben für die Feuerwehren nicht infrage stellen. Man sollte aus Corona gelernt haben und das Engagement freiwilliger Bediensteter in allen Rettungsdiensten anerkennen. Die Aufgaben würden zudem vielseitiger und größer, weshalb man Anschaffungen oder infrastrukturelle Verbesserungen nicht kritisieren sollte.

Bürgermeister Detsch beschwichtigte, dass man eine Auflistung über die Investitionen von allen Feuerwehren in der Gemeinde der letzten zehn Jahre erstellen werde. Daraus werde ersichtlich sein, dass die Bergwerksgemeinde für diese wichtige Einrichtung stets versuche, alle Wehren auf den neuesten und modernsten Stand der Technik zu bringen. Der Beschluss für die drei Bauabschnitte erging einstimmig.

Laut Bürgermeister Rainer Detsch kann Stockheim mit einer Förderung von 75 Prozent für den Ausbau eines Radweges entlang der Haßlach von Stockheim nach Haßlach bis Reitsch, rechnen. Das sollte einen Antrag wert sein, schlug Detsch vor. Die Räte stimmten geschlossen für den Antrag im Sonderprogramm des Bundes „Stadt und Land“ zur Förderung des Radverkehrs .

Der Rathauschef informierte zum Schluss, dass die Deutsche Bahn Regressansprüche gegen eine Baufirma gestellt hat, die das Eindringen von Wasser im Bereich der Bahnunterführung in die Maxschachtstraße durch Baumaßnahmen verhindern wollte. Nach knapp drei Jahren gibt es hier wieder Probleme mit aus dem Hang austretendem Wasser. Die DB werde Gewährleistungsansprüche geltend machen, dennoch wird wohl die Gemeinde in Vorleistung treten, um die Verkehrsteilnehmer im Winter nicht zu gefährden. eh