Wenn sich zwischen März und Oktober am Samstagnachmittag Spielbegeisterte ab 15 Uhr rund zwei Stunden lang am Tüschnitzer Dorfplatz treffen, vereint sie die Freude am Boulespiel. Auf der vor 20 Jahren von der örtlichen Vereinsgemeinschaft geschaffenen, landkreisweit einzigen Anlage rollen dann die 700 Gramm schweren Stahlkugeln.

Der Tischtennisclub, der seit 60 Jahren an den grünen Platten oberfrankenweit erfolgreich unterwegs ist, hat 2019 eine eigene Boule-Sparte gegründet. Auch wenn die Pandemie die Aktivitäten phasenweise gebremst hat, finden sich doch regelmäßig fünf, sechs Interessierte zusammen, die auf der Sandbahn gemeinsam spielen.

Nun möchten TTC-Vorsitzender Karl-Heinz Sladek und Spartenleiter Wolfgang Franz mehr Interessierte gewinnen und zugleich auf die Freizeitanlage im Tüschnitzer Ortskern hinweisen, auf der auch Schach und Tischtennis gespielt werden kann.

Beim Boule jedenfalls, das auch als Petanque und in seiner italienischen Variante als Boccia bekannt ist, geht es für zwei Mannschaften darum, insgesamt sechs Kugeln auf dem vier mal 15 Meter großen Spielfeld möglichst nahe an eine kleine Zielkugel, dem Schweinchen, zu platzieren. Den Reiz des Spiels machen viele taktische Möglichkeiten aus – so kann man gegnerische Kugeln wegschießen, die Lage des Schweinchens verändern oder es mit eigenen Kugeln schützen.

Boule ist ein kommunikativer Sport, aber auch einer, bei dem Respekt, Ehrgeiz und Zusammenhalt eine wichtige Rolle spielen. Die beiden TTC-Verantwortlichen können sich auch vorstellen, dass Geflüchtete Gefallen an dem Freizeitsport und so leicht neue Kontakte finden könnten. Weitere Informationen gibt es bei TTC-Vorsitzendem Karl-Heinz Sladek (Telefon: 0160/7134714), bei Spartenleiter Wolfgang Franz (Telefon: 0176/23520305) oder unter www.ttc-tueschnitz.de. am