Die Gemeinde Marktrodach tritt ab sofort als zweite Kommune im Landkreis dem Verein Innovations-zentrum Region Kronach (IZK) bei. Das hat der Gemeinderat am Donnerstagabend ohne Gegenstimme beschlossen.

Wie Geschäftsführer Hendrik Montag-Schwappacher ausführte, sei das vor zehn Jahren gegründete IZK eine Anlaufstelle für Innovationsprozesse in Unternehmen und Institutionen. Durch eine engere Vernetzung sollen innovative Kräfte der Region identifiziert und gestärkt werden.

Mittlerweile habe das IZK über 70 Mitglieder, im wesentlichen Industriebetriebe mit den Schwerpunkten Automotive, Glas, Keramik und Metallverarbeitung. Dazu kommen die Stadt und der Landkreis Kronach. Es gehe auch darum, dass aus Ideen Entwicklungen und somit neue Perspektiven entstehen. „Wir wollen Leute zusammenbringen, damit neue Dinge entstehen!“ In Marktrodach denke er dabei unter anderem an ein „grünes Gewerbegebiet“, so Montag-Schwappacher.

Für den Markt Marktrodach könne das IZK Schnittstelle zwischen Verwaltung und Wirtschaft sein. Es könnte mit Rat und Tat zur Seite stehen, wenn es beispielsweise um Förderungen und Vernetzung gehe, so Hendrik Montag-Schwappacher.

Der Vorstandssprecher des IZK, Hans Rebhan , erinnerte an das Drei-Stufen-Konzept. Dabei gehe es um Vernetzung, Bildung und einen Vervielfältigungsprozess. Mittlerweile biete das Zentrum nicht nur Unternehmerstammtische und verschiedene Workshops an, sondern aus dem IZK heraus habe sich auch der Studiengang Zukunftsdesign, der Campus Innovationskultur (CIK) mit den Schülerseminaren und Gründerbegleitungen und nicht zuletzt der Lucas-Cranach- Campus entwickelt.

Roland Pompe (MfM) war begeistert. Er verstehe nur nicht, warum bisher nur eine Kommune Mitglied ist. Wurde eventuell zu wenig dafür geworben? Auch Oliver Skall ( SPD ) lobte: „Mit euch haben wir einen Glücksgriff gemacht!“ Und Bürgermeister Norbert Gräbner (FW/ÜWG) warb für den Beitritt. „Der jährliche Mitgliedsbeitrag von 1500 Euro ist gut angelegt!“

Keine Einwände gab es gegen die Änderung des Bebauungsplans „Gries II“. Hier geht es darum, dass der Eigentümer des Rewe-Marktes einen Getränkemarkt errichten will.

Broschüre für Senioren

Zuvor gab es eine Menge an Informationen. So hat die Auszubildende in der Verwaltung, Vanessa Meyer, eine Senioren-Broschüre erstellt, die an alle Haushalte verteilt wird.

Bürgermeister Norbert Gräbner teilte mit, dass die Abbrucharbeiten im alten Rathaus in Oberrodach und im alten Pfarrhaus in Seibelsdorf begonnen haben. Zudem wurde ein Zuwendungsnachweis für die Sanierung des Anwesens Hauptstraße 22 in Unterrodach erstellt. Von den Gesamtkosten in Höhe von 883 186 Euro seien 664 700 Euro als förderfähig anerkannt. Die Zuwendung in Höhe von knapp 600 000 Euro habe die Gemeinde bereits erhalten.

Der Kindergarten, so informierte Gräbner weiter, werde das Unterstützungsangebot „Pädagogische Qualitätsbegleitung (PQB) für Kindertageseinrichtungen“ annehmen.

Bezüglich des Baus einer Veranstaltungsscheune im Schallersgarten sei das Gerüst für den Aufbau der Holzständer aufgestellt worden. Die Firma Dennewill warte derzeit auf trockenes Wetter, damit der Aufbau beginnen kann.

Gräbner wies weiter darauf hin, dass der Markt gemeinsam mit der Wasserwacht Marktrodach am 18. Februar von 15 bis 17 Uhr eine Informationsveranstaltung „Fit in Erster Hilfe 60 plus“ in der Rodachtalhalle veranstalten wird. Die Anzahl der Plätze sei auf 50 Personen limitiert. Inhaltlich gehe es unter anderem um Wiederbelebungsmaßnahmen und um das Erkennen von richtigem Handeln bei Notfällen. Zuletzt gab Gräbner bekannt, dass für den Zutritt ins Rathaus die 3G-Regel gilt.

Für den Bau eines Einfamilienwohnhauses in der Peuntstraße 1 a in Marktrodach erteilte das Gremium das gemeindliche Einvernehmen. Grünes Licht gab es für die Unterstützung des Naturschutzprojekts „Bärwurzwiesen und -weiden im Naturpark Frankenwald“.