Die Abwassergebühren werden in der Marktgemeinde Küps zum 1. Januar 2022 angepasst. So wird die Schmutzabwassergebühr von 1,69 Euro pro Kubikmeter auf 2,67 Euro angehoben, die Niederschlagswassergebühr steigt um sieben Cent auf 0,36 Euro pro Quadratmeter und Jahr. Angepasst werden auch die Grundgebühren.

Dorferneuerung

Wie Bürgermeister Bernd Rebhan ( CSU ) erklärte, wurde von der Verwaltung eine Nachkalkulation für die Jahre von 2019 bis einschließlich 2021 und eine neue für die Jahre 2022 bis 2024 erstellt. Letztere basiert auf der Zugrundelegung der Finanzplandaten aus dem Haushalt 2021, des Abwasserverbandes Kronach-Süd sowie auf den Investitionsplänen der Gemeinde. Der Bürgermeister sprach unter anderem von Investitionen im Kanalbau im Rahmen der Dorferneuerung in Theisenort in Höhe von 283 000 Euro, von der Sanierung des Pumpwerks in Schmölz, von der Verlegung von Leitungen in Au etc. Der Kämmerer Christian Ebertsch wies darauf hin, dass teilweise Fördergelder im Rahmen der Richtlinien für Zuwendungen zu wasserwirtschaftlichen Vorhaben (RzWas) bis zu 70 Prozent fließen werden. Diese Gelder seien bei der neuen Berechnung der Abwassergebühren aber bereits berücksichtigt worden.

„Erhöhungen von Gebühren sind immer schmerzhaft“, so die CSU-Fraktionsvorsitzende Ursula Eberle-Berlips. In der Vergangenheit seien die Hausaufgaben nicht gemacht worden, hinzu kommen die derzeit möglichen Förderungen, die eine Kommune in Anspruch nehmen sollte. Ihr SPD-Kollege Ralf Pohl sprach von einer „gewaltigen Belastung der Bürger“. Dennoch, so räumte er ein, sei eine Gebührenanpassung nicht zu vermeiden. Daher werde seine Fraktion der Erhöhung „schweren Herzens“ zustimmen“. Er stellte den Antrag, dass der Markt sich zusammen mit dem Abwasserzweckverband Kronach Süd bemühen sollte, ein „kostendämpfendes Konzept“ zu erstellen. Dies wurde einstimmig befürwortet.

Ein weiteres Thema war die Sanierung des Tiefbrunnens I, Wasserwerk Küps . Diese wird zurzeit durchgeführt und soll bis Mitte des Jahres 2022 abgeschlossen sein. Die Maßnahme ist notwendig, um die wasserrechtliche Erlaubnis für den Tiefbrunnen II zu erhalten, die seit dem Jahr 1990 abgelaufen ist. Zudem könnte danach auch die Festsetzung des Wasserschutzgebiets erfolgen. Wie Rebhan erklärte, erhalte die Gemeinde im Rahmen der RZWas-Richtlinien eine Bezuschussung. Die Kosten wurden durch das beauftragte Ingenieurbüro SRP-Consult GmbH mit rund 537 000 Euro beziffert. Im Zuge der Baumaßnahme kam es nun aber zu Mehrkosten in Höhe von rund 125 800 Euro wegen zusätzlicher Rohrleitungen, Zaun und Regiearbeiten und wegen des Ausräumens des Brunnens. Die Gemeinderäte stimmten den Mehrkosten zu und hoffen nun darauf, dass sie für die Preissteigerung eine entsprechende Förderung erhalten. Der Antrag wurde bereits an das Wasserwirtschaftsamt weitergeleitet.

Behandelt wurden weiterhin die Bedenken und Anregungen der Bürger und Behörden beim Bebauungsplan „Solarpark Küps Bahnlinie Erweiterung“. Die Hinweise wurden zur Kenntnis genommen und im Bebauungsplan berücksichtigt.

Im Rahmen der Sitzung wurde die Verwaltung beauftragt, die Ausschreibung und die Vergabe der notwendigen Erneuerungsmaßnahmen für den Oberflächenkanal im Bereich Melanger/Tannleitenweg vorzunehmen.

Auch haben die Marktgemeinderäte die Satzung für das Kommunale Förderprogramm in Küps erlassen. Damit soll die Bereitschaft von Privateigentümern sensibilisiert werden, ihre Gebäude im Sanierungsgebiet, das den Ortskern und den Bahnhofsbereich von Küps umfasst, attraktiver zu gestalten. Gefördert werden unter anderem Baumaßnahmen an Dächern, Fassaden und Hofräumen. Es sind 30 Prozent an Zuschüssen von förderfähigen Kosten möglich, jedoch können Bauwillige maximal 20 000 Euro von der Kommune erwarten. Diese erhält von den jeweiligen Beträgen 60 Prozent der Gelder aus der Städtebauförderung zurück.

Unter Punkt „Sonstiges“, kritisierte Heiko Meusel (FW) die „Helikopter-Eltern“, die ihre Kinder am Schulberg direkt zu Schule bringen und teilweise mit überhöhter Geschwindigkeit über den vorhandenen Zebrastreifen fahren. Er gab zu bedenken, dass diesen Weg viele Grundschüler nutzen. Er bat die Gemeinde und die Schulleitung zu prüfen, ob in diesem Bereich nicht ein Schulweghelfer eingesetzt werden könnte.

Bauhof bekommt Fahrzeug

Am Anfang der Sitzung gab Bürgermeister Bernd Rebhan ( CSU ) Beschlüsse aus der vorherigen nichtöffentlichen Sitzung bekannt. Demnach wurde die Ersatzbeschaffung eines Fahrzeuges für die Leitung des Bauhofes beschlossen. Dabei handele es sich um ein Verbrennerfahrzeug, um im Katastrophenfall netzunabhängig zu bleiben. Die Verwaltung wurde beauftragt, innerhalb des festgelegten Kostenrahmens weitere Maßnahmen zu treffen. Zudem wurde die Spendenannahme des FC Bayern Fanclubs Küps e.V. für den Jugendtreff „Kiwi“ genehmigt.

Folgende Bauanträge wurden befürwortet: Umbau des bestehenden Wohnhauses und Wohnhausaufstockung in Oberlangenstadt, Westring 18. Einbau einer Wohnung im Dachgeschoss, Am Bahnhof 3.