„Der längste Katastrophenfall in der Geschichte des Freistaates wurde vor kurzem aufgehoben, der BRK-Kreisverband Kronach und alle Wohlfahrtsverbände haben die Pandemie hervorragend gemeistert“, sagte Landrat Klaus Löffler als Vorsitzender des Kreisverbandes Kronach des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) in der Mitgliederversammlung, in der auf die vergangenen vier Jahre zurückgeblickt wurde. Gleichwohl hat die Pandemie Spuren hinterlassen und Lücken in die Reihen der ehrenamtlichen Mitarbeiter gerissen. Im Rechenschaftsbericht kamen diesmal auch die Mitarbeiter der Leistungsbereiche zu Wort.

Siebtgrößter Arbeitgeber im Landkreis

Die Mitgliederversammlung sei eine gute Möglichkeit der Standortbestimmung, so Löffler. Im BRK gebe es viele Menschen, die mehr tun als sie müssten, sie seien bereit, Verantwortung für den BRK-Kreisverband und dem Landkreis zu übernehmen. Über 1100 ehrenamtliche Mitarbeiter habe der BRK-Kreisverband in seinen Reihen. Mit über 500 hauptamtlichen Mitarbeitern sei man der siebtgrößte Arbeitgeber im Landkreis Kronach. Das Ehrenamt sei die tragende Säule, insbesondere auch in diesen herausfordernden Zeiten der Corona-Pandemie , sagte der Kreisvorsitzende. Die Mitarbeiter seien das wichtigste Gut. Die Sicherheit und Berechenbarkeit wurden stetig verbessert. Stabile Verhältnisse seien nur im Mittun aller möglich. Für die Zukunft gelte es auf das vorhandene gute Fundament aufzubauen.

Ralf Schmidt und Michael Neubauer gaben einen kurzen Abriss über die Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter . Die aufstrebende Jugendarbeit habe in der Corona-Zeit stark gelitten. Es sei seit über einem Jahr ein Stillstand zu verzeichnen, wobei auch die Mitgliederzahl des Jugendrotkreuzes von 120 auf 70 gefallen sei. Rückläufig seien auch die Zahlen der aktiven Mitglieder, deren Altersdurchschnitt recht hoch ist.

Richtig abgestürzt seien die sanitätsdienstlichen Absicherungen, weil es ja keine größeren Veranstaltungen gab. Die Einsätze der Bergwacht seien in den vergangenen Jahren gestiegen. Viele ausgefallene Termine beim Blutspenden schlugen sich auch in die wesentlich weniger Blutkonserven nieder. Martin Schmidt bezeichnete die Gewinnung neuer Mitarbeiter für den Rettungsdienst als große Herausforderung.

Die Weiterqualifizierung der Mitarbeiter habe beim BRK einen hohen Stellenwert. Auch bei der Pflege gebe es eine gute Entwicklung, berichteten die Seniorenhausleiter Tanja Seuling und Peter Schulz. Es werde die stationäre und ambulante Pflege mit der Tagespflege in Kompetenz-Zentren verzahnt. Im BRK-Pflegeheim in Kronach hatte man die Pandemie hautnah mitgemacht.

Die Leiterin des Familienmanagements Antje Angles bezeichnete das Projekt Lebensqualität für Generationen als bundesweit einmaliges Erfolgsmodell. Das Mehrgenerationenhaus habe mittlerweile drei Stützpunkte in Kronach, Buchbach und Steinwiesen.

Der BRK-Kreisverbandsvorsitzende Klaus Löffler konnte auch einige Ehrungen durchführen. Wie er sagte, haben alle Geehrten Spuren in den Herzen der Menschen hinterlassen. Er dankte für die gute Zusammenarbeit Carmen Fehn als Gesicht des BRK am Rennsteig, die seit mehr als 36 Jahren in der Sozialstation tätig ist. Das Ehrenzeichen des Deutschen Roten Kreuzes wurde an die stellvertretende Vorsitzende Heidi Beyerle verliehen. Sie habe neben den Terminen als Vertreter des Kreisvorsitzenden sich besonders bei den Blutspendeehrungen, beim Seniorenhaus Kronach und bei der Begleitung der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer hervorgetan.

Nach 24 Jahren wurde Martin Schmidt als Kreisbereitschaftsleiter verabschiedet. Er legte das Amt in jüngere Hände, seine Nachfolge tritt der vor kurzem gewählte Michael Neubauer an.

Martin Schmidt habe während seiner Dienstzeit viel Kraft, Zeit und Herzblut eingebracht. Sein Fachwissen sei in verschiedenen Bereichen nicht nur in der Krisenzeit gefordert gewesen. Neben Martin Schmidt wurde auch seine Stellvertreterin Katharina Herbst, die dieses Amt vier Jahr bekleidete, verabschiedet. Die Bergwacht habe mit Ralf Schmidt einen neuen Chef, dessen Stellvertreterin ist Arnika Detsch aus Stockheim. Stolz sei man, dass Florian Kristek als stellvertretender Bezirksbereitschaftsleiter gewählt wurde. Ferner dankte man Heinz Schmidt für sein Engagement im Haushaltsausschuss, vieles sei im Stillen geschehen.

Bürgermeister Thomas Löffler ging in seinem Grußwort auf die im entstehen befindliche Tagespflege in Hirschfeld ein. Es gelte die Zukunft zu gestalten, um den Menschen bestmögliche Bedingungen zu geben.