Die AOK informiert jetzt ihre Versicherten umfassend zur Organspende . Ziel ist, alle Versicherten ab 16 Jahren zu ermutigen, sich mit dem wichtigen Thema auseinander-zusetzen. „Bei der Entscheidung für oder gegen Organ-spende gibt es kein ,richtig’ oder ,falsch’, aber es gibt Argumente, die dafür oder dagegen sprechen und die jeder für sich persönlich abwägen sollte“, sagt der Coburger AOK-Direktor Christian Grebner. Die AOK schreibt ihre Versicherten an und gibt Hilfestellung zu diesem komplexen Thema. Im Brief enthalten ist auch ein Organspendeausweis, mit dem Versicherte ihren Entschluss dokumentieren können.

Entscheidungshilfe im Internet

Zusätzlich unterstützt die AOK mit dem Online-Angebot „Entscheidungshilfe Organspende “, zu erreichen unter www.aok.de/bayern/organspende. Wissenschaftler der Universität Hamburg haben gemeinsam mit weiteren Experten eine Entscheidungshilfe erstellt, die verständliche Informationen zu Fragen der Organspende bietet. Dazu gehören rechtliche Fragestellungen genauso wie Fragen zur Hirntoddiagnostik oder der Menschenwürde. Die Online-Hilfe gibt auch Antworten auf Fragen nach der Altersgrenze möglicher Spender und Empfänger, zu medizinischen Voraussetzungen, Nebenwirkungen für Empfänger und Erfolgsaussichten für eine Transplantation . Der Ablauf einer Organspende wird ebenfalls beschrieben: Vom Verdacht auf einen Hirntod bis hin zur Entnahme und Transportfähigkeit eines Organs sind viele Schritte notwendig. „Alle dargelegten Aspekte helfen dabei, für sich zu bewerten, ob man für eine Organspende bereit ist oder nicht“, so Christian Grebner. Wer als AOK-Versicherter zusätzliche Beratung wünscht, kann sich an die kostenfreie Service-Nummer 0800/2651010 wenden. Dort geben kompetente Ansprechpartner der AOK Bayern Antwort auf weitergehende Fragen. „Jeder von uns, der sich zur Organspende entschließt, kann Leben retten“, betont Christian Grebner. In Deutschland warten über 9000 Menschen dringend auf ein Spenderorgan, das ihnen ein Weiterleben ermöglicht. 2020 wurden knapp 5500 Personen neu auf die Warteliste aufgenommen, rund 2800 haben ein oder mehrere Organe durch eine postmortale Spende erhalten. red