In der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats Heiligenstadt beschlossen die Räte den Haushaltsplan und die Haushaltssatzung für das Jahr 2017 sowie die Finanzplanung von 2017 bis 2020.
Für die neue Kämmerin Beate Nüßlein war es der erste Haushaltsplan, den sie aufgestellt hatte. Er umfasst ein Gesamtvolumen von 15,17 Millionen Euro. Das Gesamtergebnis liegt 15,25 Prozent über dem Ansatz des Vorjahres.
Der Gesamtbetrag der Kreditaufnahme für Investitionen wurde auf 2,2 Millionen Euro festgesetzt. Damit steigt die Verschuldung der Marktgemeinde Heiligenstadt von 3,4 Millionen Euro auf 4,8 Millionen Euro. Das bedeutet, dass sich auch die Pro-Kopf-Verschuldung um 405 Euro auf 1375 Euro erhöht. Die Gemeinde rechnet bis 2020 mit einer Pro-Kopf-Verschuldung von 2956 Euro. Die Hebesätze für die Grundsteuer A und B wurden von 420 auf 490 Prozent erhöht, für die Gewerbesteuer bleibt der Satz bei 380 Prozent. "Die finanzielle Lage schaut gut aus", meinte die Kämmerin.


"Keine Sorgen"

Sie verwies auf die vielen großen Projekte, die derzeit in Heiligenstadt laufen. Zum Beispiel wird an das Rathaus angebaut, der Kinderhort erweitert, ein Feuerwehrgerätehaus oder die Kläranlage neu gebaut. "Wir brauchen Stabilisierungshilfe", meinte Bürgermeister Helmut Krämer (CSU/Einigkeit).
Es sei aber noch nicht klar, ob die Gemeinde heuer damit rechnen könne. Bisher habe die Marktgemeinde insgesamt eine Million Euro vom Freistaat Bayern erhalten. Krämer berichtete, dass in diesem Jahr die Kläranlage fertiggestellt werde. Ebenso sollen im Herbst die neuen Räumlichkeiten der Kinderkrippe eingeweiht werden.
Marktgemeinderätin Anke Kraasz (BN) fragte anschließend nach, ob das Nichterreichen der Mindestzuführung Konsequenzen für die Gemeinde habe. "Die muss da sein, um Kredite zu bestücken", antwortete Krämer. Rechtlich müsse sie wohl eingehalten werden, das würden aber auch andere Gemeinden nicht tun. "Ich mache mir um die Finanzlage im Augenblick keine Sorgen", sagte der Bürgermeister.