Der beschädigte Korpus am Sühnekreuz wurde dank eine Initiative der Dorfgemeinschaft und der Hilfe von Sponsoren saniert und wieder an der Kreuzung Bundestraße/ Bürgermeister-Meißner-Straße angebracht. Am Freitag wurde das Denkmal aus dem Jahre 1900 gesegnet. Pater Heribert Arens aus Vierzehnheiligen sagte, das Kreuz setze ein Zeichen, dass Jesus mit den Menschen leide.
Erwin Richter, Präsident des Rotary Clubs Obermain, erläuterte den Verlauf der Sanierung. Vor fünf Jahren sei der Korpus so schwer beschädigt worden, dass er abgenommen werden musste. Seine Renovierung und die erneute Installation am Kreuz scheiterten lange Zeit an den fehlenden finanziellen Mitteln. Rund 4000 Euro seien nun dafür aufgebracht worden. Durch das Zusammenwirken des Tischtennisclubs, der Gartenfreunde, der Freiwilligen Feuerwehr, der Jagdgenossen, der Flurbereinigungs-TG, des Landkreises Lichtenfels und der Raiffeisen-Volksbank sei es gelungen, das Kleinod zu erhalten.
Landrat Christan Meißner (CSU) bezeichnete die Einweihung als dritte gute Nachricht für die Wallfahrer. Außerdem zählte er dazu den bevorstehenden Gerüstabbau an den Türmen der Basilika ab Juli und den Fußgängerweg über das Main-Wehr bei Hausen der erhalten bleibe. Der Staffelsteiner Bürgermeister Jürgen Kohmann (CSU) bezeichne das Wegkreuz als einen Fingerzeig zur Basilika Vierzehnheiligen. Michael Lieb von der Raiffeisen-Volksbank hatte sich intensiv mit der Geschichte des Kreuzes befasst. Zwischen 1896 und 1909 seien vier Kreuze in Grundfeld aufgestellt worden. Von dreien kenne man die Stifter - der des wiedergeweihten Denkmals sei aber leider unbekannt.