Beim Besuch in der österreichischen Partnerstadt Feldbach im September 2019 wurden die mitgereisten Adelsdorfer Gemeinderäte und Verwaltungsmitarbeiter auf das dortige Projekt "Blackout" aufmerksam. Erwin Bergner (FW), Kommandant der Feuerwehr Neuhaus, bat nun die Verwaltung der Gemeinde, ebenfalls eine Notfallplanung zu erarbeiten, welche laut Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) sowohl einen totalen Stromausfall enthalten sollte als auch tausendjährige Starkregen- und Hochwasserereignisse.

Am Mittwochabend stellte Bergner seinen Antrag dem Gemeinderat vor. In seinen Augen bedarf es einer gründlichen Analyse der bestehenden Versorgungsanlagen im gesamten Bereich der Gemeinde Adelsdorf. "Es geht um die Einbindung von Tankstellen, Ärzten, Supermärkten, Getränkemärkten und landwirtschaftlichen Betrieben, und auch die Bevölkerung muss mit eingebunden werden. Was ist beispielsweise, wenn der Strom flächendeckend mehr als sieben Stunden, mehr als 72 Stunden ausfällt?"

"Am 18. August fand ein Treffen mit Herrn Mößlein (Verwaltungsleiter), Herrn Schockel (Fachbereich Wasser/Abwasser), Herrn Lunz (Fachbereich Elektroanlagen und Leittechnik) und mir statt. Dabei wurden verschiedene Szenarien durchgesprochen." Laut Bergner wurde bereits in diesem Gespräch klar, welche gravierenden Auswirkungen und Folgen zu erwarten sind. "Jeder würde zuerst an sich denken", malte Bergner ein düsteres Bild, "Jeder würde versuchen, sein Eigentum in Sicherheit zu bringen. Polizei, Rettungskräfte und Feuerwehr stoßen dann schnell an ihre Grenzen."

Wasserwerk, Kläranlage und Heizkraftwerk stehen bei Bergner ganz oben auf der Liste. Er fordert, dass die Anlagen autark zu betreiben sein müssen. Letztendlich gelte es aber natürlich, "alle Bereiche Adelsdorfs einzubinden". Tief bewegt und schweigend lauschte das Gremium den Ausführungen des Kommandanten. "Wir machen das mal im Amtsblatt und skizzieren, worum es geht", schlug Fischkal vor. "Wir fragen, wer Interesse hat, da mitzumachen."

Die Feuerwehr betraf auch ein weiterer Punkt der Tagesordnung. So wurde in der nichtöffentlichen Sitzung am 9. September beschlossen, für 73 125,50 Euro einen Mannschaftstransportwagen für die Feuerwehr Adelsdorf anzuschaffen. Der Auftrag ging an die Firma Compoint Forchheim.