Interessant wurde es im Gemeinderat von Kunreuth beim Thema Bestellung eines Wahlleiters und seines Stellvertreters für die Kommunalwahl 2020. Diese Funktion wird vorzugsweise an erfahrene, ausscheidende Gemeinderäte vergeben. Kandidaten auf der Wahlliste sind davon ausgeschlossen. Bürgermeister Konrad Ochs (CSU) erklärte sich als Wahlleiter bereit. Er scheidet aus Altersgründen nach vielen Jahren aus der Kommunalpolitik aus.

Kandidat ins Auge gefasst

Etwas anders sieht es beim Stellvertreter aus. Da sich keiner aus der Runde bereiterklärte, liegt es auf der Hand, dass sie weiter dem Gemeinderat angehören wollen. Ein Kandidat mit Erfahrung aus der Gemeinde ist ins Auge gefasst und muss noch bestellt werden.

Zahlreiche kleinere Anschaffungen wurden abgearbeitet. So erhält die FFW Weingarts für diverse kleinere Anschaffungen insgesamt 8287 Euro. Die FFW Kunreuth hat eine Rettungsschere, die nicht mehr den Vorschriften entspricht. Eine Neuanschaffung kostet 17 471 Euro, von der Regierung sind dazu 7875 Euro an Fördermitteln zu erwarten. Sobald die Zusage verbindlich ist, wird der Kauf getätigt.

Für die Wasserversorgung von Regensberg ist eine Ersatzpumpe erforderlich. Dafür nimmt die Gemeinde 3850 Euro in die Hand.

Endgültig anschaffen für den Bauhof will der Rat eine Vibrationsplatte, landläufig besser bekannt als Rüttelplatte. 5139 Euro lässt man sie sich kosten. Nachdrücklich verweisen diverse Gemeinderäte darauf, dass dieses Gerät streng dem Bauhof zugeordnet wird. Ein Verleihen an private Nutzer will man nicht. Damit gab es an anderer Stelle negative Erfahrungen.

Blitzschutz am Kindergarten fehlt

Für öffentliche Gebäude ist eine Blitzschutzanlage zwingend vorgeschrieben. Diese fehlt noch auf dem gerade erweiterten Kindergarten in Kunreuth und muss mit einem Aufwand von 5139 Euro ergänzt werden.

Aufgerüstet soll auch der Rathaussaal werden, indem er eine fest verbaute Lautsprecheranlage und Beleuchtungsanlage erhält. Zweiter Bürgermeister Ernst Strian (Dem.) führt entsprechende Verhandlungen mit Lieferfirmen. 11 098 Euro werden dafür ausgegeben. Ein Beamer, den alle lebhaft begrüßen, wird vom Vokalensemble "Troubadur" spendiert.

Mit Interesse nahm der Gemeinderat auch ein Schreiben der Stadtwerke Forchheim zur Kenntnis. Diese arbeiten an einem ganzheitlichen Konzept zur Sicherheit der Trinkwasserversorgung. In Betracht käme eine Leitung zum Trinkwasserbehälter bei Regensberg vermutlich aus dem Raum der Gemeinde Pinzberg. Allerdings hat die Gemeinde Kunreuth bereits eine Zusatzversorgung von der Leitberggruppe aus Pommer zum eigenen Hochbehälter. Nichtsdestotrotz wolle man alle Möglichkeiten prüfen, wie Bürgermeister Konrad Ochs sagte.

Nachdem die Verbindungsstraße Regensberg zur Staatsstraße saniert ist, will die Gemeinde als Nächstes die Gemeindeverbindungsstraße von Kunreuth nach Ermreus in Angriff nehmen. Das bedeutet im Wesentlichen das Abfräsen der alten Fahrbahndecke, anschließend kommt ein neuer Belag.

Zunächst behandelte der Rat einvernehmlich die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange für den Bebauungsplan "Am Mühlbach II" in Weingarts. Rüdiger Hellmich vom Ingenieurbüro Weyrauther (Bamberg) assistierte dabei. Keine Einwände hatte man auch zum Bebauungsplan "Effeltrich-Südwest" und zur Einbeziehungssatzung "Wohnbebauung Familie Meister" in Gaiganz.

Nur kurz beschäftigte sich der Gemeinderat auch mit dem Bebauungsplan "Lillinger Höhe Nord-Ost" und der Dorferneuerung Walkersbrunn und Kasberg, beides Vorhaben in der Nachbargemeinde Stadt Gräfenberg.