Nicht lange dauerte der öffentliche Teil der Stadtratssitzung in Königsberg. Denn die Punkte zum neuen "Industriegebiet Fränkische Rohrwerke - Werk West" werden in der nächsten Sitzung behandelt.
Dafür besprach man den Antrag der Stadt auf Stabilisierungshilfe durch den Freistaat Bayern über 600 000 Euro. Das Geld soll in Gebäudesanierungen, das Schulgebäude, Dorferneuerungsvorhaben, das Sportgelände und die Sicherheitsleistung für das Baugebiet "Obere Mühle" in Königsberg fließen. Die Unterlagen dazu lagen den Stadträten vor. Der Beschluss war ohne Gegenstimme. Darin wird bekräftigt, dass der Stadtrat weiterhin am eingeschlagenen Sparkurs festhalten will und die bisherigen Anstrengungen zur Wiedererlangung einer geordneten finanziellen Basis weiter verfolgt. "Wir werden sehen, ob wir noch einmal etwas bekommen", hofft Bürgermeister Claus Bittenbrünn.
Zur Bestätigung durch den Stadtrat lag das Ergebnis der Neuwahl des Zweiten Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Hofstetten vor. Mit Maximilian Steinmetz ist das Gremium einverstanden und beschloss, vorbehaltlich der Stellungnahme des Kreisbrandrats, die Bestellung von Steinmetz zum stellvertretenden Kommandanten der Feuerwehr Hofstetten.
Am Ende ging Bürgermeister Bittenbrünn kurz auf ILE, das "Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept" ein. Königsberg ist, neben Haßfurt, Theres, Wonfurt und Gädheim, Mitglied in der ILE "Main und Haßberge". Nach den Vorberatungen sollen nun Konzepte für die gemeinsame Arbeit gefunden und gestartet werden.
In einer Sitzung mit Vertretern der Mitglieder ist geplant, in der Rudolf-Mett-Halle in Königsberg am Montag, 26. Mai, ab 19 Uhr mit den Moderatoren der betreuenden Planungsfirma das Schlusskonzept zu erstellen. Zur Vorbereitung wurde kurz auf die bisherige Arbeit und die Handlungsfelder wie Kernwegenetz, Siedlungsstruktur, Kooperation der Kommunen, gemeinsame Seniorenarbeit und das mögliche Allianzmanagement hingewiesen. Zur besseren und noch genaueren Orientierung und Meinungsbildung erhalten die Stadträte bald das über 150-seitige Gesamtkonzept. Das groß angelegte Projekt dient, erklärte Bittenbrünn, als "Grundlage zur Verbesserung der Lebensqualität und Attraktivität der Stadt Königsberg".