Eine Biker- und Skateranlage soll im Gewerbegebiet entstehen. Die Kosten in Höhe von etwa 400 000 Euro werden zur Hälfte über EU-Mittel gefördert. Rund 50 Jugendliche hätten sich bei der Planung mit eingebracht, sagte Paulus. Sie wollen einen Verein gründen, der sich um den Unterhalt der Anlage kümmert.
Die Erneuerung des ehemaligen Gasthauses "Schwarzer Adler" in Westheim ist mit 2,6 Millionen Bausumme das derzeit größte Bauprojekt der Gemeinde. Der Anteil der Gemeinde an den Kosten beträgt 600 000 Euro. Die evangelische und katholische Kirche werden dort unter einem Dach vereint sein.
Paulus erinnert daran, dass Bauherren, die Altgebäude renovieren, mit 20 000 Euro plus 1500 Euro pro Kind unterstützt werden. Wer ein denkmalgeschütztes Gebäude renoviert, erhält von der Gemeinde 30 000 Euro plus 1500 Euro pro Kind.
252 Millionen Euro seien in den letzten 15 Jahren bewegt worden. Dennoch sei Knetzgau keine reiche Gemeinde, denn die Steuerkraft liege unter Landesdurchschnitt, so Paulus.
In der Diskussion wurden mehrere Themen angesprochen: Ein Bürger sagte, dass er mit der "Mitfahrerbank" zwar schnell nach Haßfurt komme. Das Problem sei, von Haßfurt wieder zurückzukommen, da eine Mitfahrerbank am Marktplatz oder in der Brückenstraße fehle.
Zu viel Verkehr
Eine Bürgerin beklagte den Verkehr in der Hauptstraße. Sie habe 300 Lkw innerhalb einer Stunde gezählt, die vor ihrem Haus vorbeigefahren seien. Paulus erwiderte, dass es sich um eine Staatsstraße handle, für die die Gemeinde nicht zuständig sei. Er befürwortet eine Verkehrsumleitung wie in Österreich. Eine Umgehungsstraße von der Haßfurter Straße bis zur Westheimer Straße sei nur dann im Bereich des Möglichen, wenn ein Verkehrsgutachten feststellt, dass der Verkehr ein festgesetztes Maß übersteigt.
Das geplante Maininformationszentrum (MIZ) soll auch für Veranstaltungen von Vereinen offen stehen. Doch dies bezweifelte ein Bürger. Wenn dort Tagungen oder Veranstaltungen über mehrere Tage stattfinden, wäre dort kein Platz mehr für Vereine, argumentierte er. Paulus erwiderte, dass die Franz-Hofmann-Halle marode sei und abgerissen werden müsse. Die Gemeinde sei nicht in der Lage, eine neue Halle für sechs bis sieben Millionen Euro zu bauen. Das Maininformationszentrum würde hingegen allein durch den Freistaat Bayern finanziert. Es sei daher "eine Riesen-Chance für Knetzgau", betonte der Rathauschef. Mehr als 100 Kommunen von Bischofsgrün bis Aschaffenburg stünden hinter dem Projekt. Denn es gebe noch keine Einrichtung, die über den Main informiert. Andere Kommunen würden sofort zur Verfügung stehen. Zudem habe ihm ein Investor zugesichert, ein Hotel zu bauen, wenn das MIZ nach Knetzgau kommt.
Ein Bürger monierte, dass der Laufsteg für Fußgänger an der Schleuse geschlossen sei. Stefan Paulus sagte, dass der Weg nicht der Gemeinde gehöre und er daher nicht eingreifen könne.